Ärzte schlagen Alarm: Immer mehr Dresdner haben diese Krankheit

Martin Morawietz (31), Barmer-Regiochef in Dresden.
Martin Morawietz (31), Barmer-Regiochef in Dresden.  © Petra Hornig

Dresden - Immer mehr Arbeitnehmer haben Rückenprobleme und melden sich deshalb krank. Auf Platz 1 der Krankheitsgründe in der Stadt steht allerdings eine andere Ursache. Der neue Barmer-Gesundheitsreport 2017 zeigt die häufigsten Leiden der Dresdner.

Schmerzende Erkenntnis der Analyse: Erwerbstätige litten 2016 vermehrt an Rückenschmerzen und mussten sich deshalb im Vergleich zu 2015 häufiger krankmelden.

„Wir müssen uns verstärkt um die körperliche Gesundheit der Beschäftigten kümmern. Es muss uns noch besser gelingen, Bewegung in den Büroalltag von Beschäftigten zu bringen“, so Martin Morawietz, Regionalgeschäftsführer der Barmer-Krankenkasse in Dresden.

Krankheiten am Muskel-Skelett-System wie die häufigen Rückenschmerzen sind allerdings nur die zweithäufigste Ursache für Fehlzeiten.

Von 1000 Arbeitnehmern sind 46 krank

Der Rücken bereitet vielen Arbeitnehmern Schmerzen.
Der Rücken bereitet vielen Arbeitnehmern Schmerzen.  © 123RF

Noch häufiger und länger melden sich Angestellte wegen psychischer Störungen krank (Burn-out, Depression, Alkoholsucht).

„Der Gesundheitsreport 2017 belegt, dass es für die Gesundheit der Mitarbeiter wichtig ist, wenn die Balance zwischen Beruf und Privatleben, zwischen Stress und Entspannung ausgewogen ist", nimmt Morawietz die Arbeitgeber in die Pflicht.

"Dazu kann das betriebliche Gesundheitsmanagement einen erheblichen Beitrag leisten." Positiv: Laut Studie waren Dresdner seltener krankgeschrieben als der Bundesschnitt. Trotzdem lag der Krankenstand bei 4,6 Prozent.

Heißt konkret: Von 1000 Erwerbstätigen sind an einem Werktag 46 Dresdner krank daheim und nicht auf Arbeit.

Das stärkt die Gesundheit: Christian Semmler (40) treibt während der Mittagspause Sport und joggt am Königsufer.
Das stärkt die Gesundheit: Christian Semmler (40) treibt während der Mittagspause Sport und joggt am Königsufer.  © Steffen Füssel

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