Schreckliche Gewissheit! Vermisste Dresdner Spitzenforscherin ist tot

Dresden/Kreta - Nun ist es traurige Gewissheit! Die Dresdner Spitzenforscherin Suzanne Eaton (59) ist tot. Die Frau wurde laut Informationen griechischer Medien leblos in einer Höhle gefunden.

Suzanne Eaton (59) wurde tot in einer Höhle auf Kreta gefunden.
Suzanne Eaton (59) wurde tot in einer Höhle auf Kreta gefunden.  © privat

Die US-amerikanische Biologin wurde in der Nacht in der Gemeinde Platanias in einer Höhle bei Xamoudochori auf Kreta gefunden.

Am 2. Juli war sie in dem Gebiet von Kolymavri auf der griechischen Insel verschwunden.

Sie nahm dort an einer internationalen Biologiekonferenz teil.

Seit 2001 lebte und forschte Eaton am Dresdner Max-Planck-Institut und war mit dem Chef der Niederlassung, Anthony A. Human (57) verheiratet.

Sie leitete eine Arbeitsgruppe, die die Kommunikation der Zellen von Fruchtfliegen untersuchte.

Auf Kreta sollte Eaton eigentlich am Donnerstag um 9 Uhr eine Vortrag halten, aber schon am Vortag hatte sie niemand mehr gesehen. ""Am Dienstag hat sie 13 Uhr noch mit ihrem Mann telefoniert", sagt eine Kollegin TAG24. "Um 15 Uhr haben sie andere Konferenzteilnehmer noch beim Klavierspielen gesehen."

Kollegen vor Ort vermuteten, dass die Frau sich zum Joggen aufgemacht hatte. Sie würde regelmäßig laufen, allerdings war es vergangenen Dienstag 31 Grad warm auf der griechischen Insel. Ihre Laufschuhe fehlten, ihr Handy lag im Hotelzimmer.

Das Max-Planck-Institut hatte sich noch optimistisch gezeigt, dass die Frau lebend gefunden werden könnte. "Suzanne ist nicht nur eine führende Wissenschaftlerin auf ihrem Gebiet, sondern auch eine leistungsstarke Athletin, Läuferin und Senior-Schwarzgurt-Trägerin im Taekwondo", so Sprecherin Katrin Boes. "Wenn jemand einen Weg aus einer schwierigen Situation finden kann, dann ist es Suzanne."

Freunde und Forschungsteilnehmer hatten sich vor Ort auf die Suche nach der Frau gemacht und eine Facebook-Gruppe gegründet sowie zu Spenden aufgerufen (TAG24 berichtete). In nur zwei Tagen kamen so von 510 Personen rund 36.000 Euro zusammen.

Nun ist es traurige Gewissheit, dass die Forscherin nicht mehr am Leben ist. Die Rechtsmedizin muss jetzt klären, ob es sich um einen Unfall oder eine Straftat handelt.

Auf Kreta wurde jetzt die Leiche der Wissenschaftlerin gefunden.
Auf Kreta wurde jetzt die Leiche der Wissenschaftlerin gefunden.  © Cretan News Portal Flashnews.gr

Update, 13.14 Uhr: Das Max-Planck-Institut hat den Tod mittlerweile bestätigt. "Wir sind zutiefst geschockt und getroffen von diesem tragischen Vorfall. Suzanne war eine außergewöhnliche und inspirierende Wissenschaftlerin, eine liebende Ehefrau und Mutter, eine Athletin und eine wundervolle Person. Ihr Verlust ist nicht zu verschmerzen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihrem Ehemann Tony, ihren Söhnen Max und Luke und der gesamten Familie.

Update, 16.04 Uhr: Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange (62, SPD) äußerte sich jetzt zum Tod Eatons:

"Ich bin erschüttert und in tiefer Trauer über den mutmaßlichen Tod von Prof. Eaton. Wir sind in Kontakt mit dem Dresdner Max-Planck-Institut und hoffen, dass die Todesumstände schnellstmöglich aufgeklärt werden. Frau Prof. Eaton war eine wichtige Säule des Instituts, eine lebensfrohe und offene Frau, die viel zu früh durch ein schreckliches Ereignis ums Leben kam. Mit ihrem Tod wird eine menschliche und wissenschaftliche Lücke im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik gerissen. Ich bin mit meinen Gedanken bei ihrem Ehemann, ihren Kindern und den Angehörigen von Suzanne Eaton und spreche ihnen mein tiefempfundenes Beileid aus."

Suzanne Eaton war am Dresdner Max-Planck-Institut tätig.
Suzanne Eaton war am Dresdner Max-Planck-Institut tätig.  © imago images/momentophoto/Bonss

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