War es Mord? Was passierte der Dresdner Forscherin auf Kreta?

Dresden/Kreta - Nun ist es schreckliche Gewissheit. Die auf Kreta vermisste Dresdner Spitzenforscherin Suzanne Eaton (†59) ist tot (TAG24 berichtete). Sie wurde am späten Montagabend nach einer Woche intensiven Suchens gefunden. Die Umstände sind rätselhaft.

Eine Woche lang hatten Polizei, Militär, Freund und Familie nach Suzanne Eaton gesucht.
Eine Woche lang hatten Polizei, Militär, Freund und Familie nach Suzanne Eaton gesucht.  © privat

Ein Mann fand die amerikanische Biologin, die am Dresdner Max-Planck-Institut arbeitet, in der Gemeinde Platanias in einer Höhle bei Xamoudochori, etwa zehn Kilometer von der Orthodoxen Akademie entfernt.

Dort war die Biologin während einer Forschungsreise untergebracht gewesen. Laut des griechischen Servers Star.gr soll Suzanne Eaton mit einem Tuch bedeckt in der Höhle hinter dem mit einer Palette verstellten Eingang gelegen haben.

Was die Polizei außerdem stutzig macht: Der Ort, an dem Eaton gefunden wurde, gilt als unzugänglich. Angereist sind bereits Kriminalisten des Militärs aus Athen, wie das Portal madata.gr berichtete. Sie werden die Spuren sichern. Am Mittwoch wird der Leichnam von Rettungskräften zur Obduktion in die kretische Stadt Rethymnon gebracht werden.

Seit vergangenem Dienstag war Suzanne Eaton verschwunden. Ohne Handy hatte sie am späten Nachmittag in Sportkleidung die Akademie verlassen - vermutlich zum Joggen - und war nicht mehr zurück gekehrt. An einer riesigen Suchaktion der Polizei, der Feuerwehr und Kräften der Armee beteiligten sich auch Freunde und Freiwillige.

Auch die Familie war sofort angereist. Suzannes Nichte hatte auf der Facebook-Seite "Searching for Susan" eine Spendenaktion für die Suche gestartet, die rund 100.000 Euro einbrachte. Suzanne Eaton hinterlässt einen Mann, den Forscher Anthony A. Hyman und die Söhne Max und Luke.

Die Nichte Callie Broaddus postete: "Wir werden immer dankbar sein für die Hilfe...wir können derzeit nichts dazu sagen, aber werden eine Nachricht posten, wenn die Zeit dafür gekommen ist."

Rettungskräfte bereiten die Bergung vor.
Rettungskräfte bereiten die Bergung vor.  © Cretan News Portal
Nicht weit von hier wurde die Wissenschaftlerin in einer Höhle gefunden.
Nicht weit von hier wurde die Wissenschaftlerin in einer Höhle gefunden.  © Cretan News Portal

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