Nerven-Drama auf Kuba! Urlauber aus Sachsen müssen 69 Stunden auf Rückflug warten

Erst 69 Stunden nach dem ursprünglich geplanten Abflug ging es für die Urlauber von Kuba nach Hause. (Symbolbild)
Erst 69 Stunden nach dem ursprünglich geplanten Abflug ging es für die Urlauber von Kuba nach Hause. (Symbolbild)

Dresden/Varadero – Welch ein Albtraum-Start ins neue Jahr! Deutsche Touristen mussten in Kuba 69 (!) Stunden warten, bis ihr Flugzeug sie vom Weihnachtsurlaub wieder nach Hause brachte.

Auch die Dresdnerin Uta* war davon betroffen. Eigentlich sollte die Boeing 767 der Gesellschaft Condor bereits zu Silvester vom Airport Varadero wieder nach Frankfurt/Main zurückfliegen. Hinter ihr lagen acht Tage Ferien, kurz vor Weihnachten war sie auf die beliebte Urlaubsinsel geflogen.

Doch dann ihre Nachricht am Neujahrstag: „hey ihr süßen wir sitzen noch in Kuba fest der Flieger geht nicht ist defekt die versuchen jetzt eine andere Maschine zubekommen ich hoffe wir sind morgen da“.

Doch Flugnummer DE2199 verschob sich immer wieder. Wut, Ärger und Verzweiflung der Urlauber stiegen im selben Maße.

Am 3. Januar schrieb Uta: „Sitzen immernoch fest mussten in das nothotel zurück sind grad wieder angekommen dann gegen 10 Uhr wissen wir wieder mehr gab einen riesen aufstand am Flughafen.“ (Originalschreibweise)

Am Dienstagnachmittag endlich hob die Maschine in Kuba ab – knapp drei Tage später als geplant!

Eine Sprecherin von Condor erklärte auf Anfrage von TAG24: „Der Condor Flug DE2199 von Varadero (VRA) nach Frankfurt (FRA) wurde wegen einer Verzögerung beim Austausch eines Ersatzteils mit einer Verspätung von 69 Stunden durchgeführt.

Da die Reparatur länger dauerte als geplant, konnte die bereitgestellte Crew den Flug nicht in der gesetzlichen Flugdienstzeit durchführen. Die Boeing 767 ist am 3. Januar 2017 um 16:55 Uhr kubanischer Zeit in Varadero gestartet und heute Morgen um 8:41 Uhr deutscher Zeit sicher in Frankfurt gelandet.

Wir möchten uns sehr bei unseren Fluggästen für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen. Alle Fluggäste werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben entschädigt.

Die Gäste wurden bis zu ihrem Weiterflug in Hotels untergebracht und von Condor sowie den Kollegen des örtlichen Flughafens betreut. Condor hat alles unternommen, um die Gäste möglichst schnell zu ihrem Ziel zu bringen. Die Verschiebung der Flugzeit war notwendig, da entsprechend der geltenden rechtlichen Vorschriften die Crew nicht in der Lage war den Flug wie geplant durchführen. Sicherheit hat in der Luftfahrt stets höchste Priorität.“

Laut der Sprecherin waren 126 Passagiere betroffen. Sie hätten jetzt Anspruch auf 600 Euro Entschädigung.

*Name geändert