Fast fertig! So sieht es jetzt im neuen Kulti aus





1750 Zuhörer fasst der neue Konzertsaal im sanierten Dresdner 
Kulturpalast.
1750 Zuhörer fasst der neue Konzertsaal im sanierten Dresdner Kulturpalast.  © Steffen Füssel

Dresden - Enormes Gewusel im Kulturpalast: Vier Tage vor der offiziellen Eröffnung gleicht die Großbaustelle einem mit Handwerkern besetzten Ameisenhaufen.

Immerhin: Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (40, Linke) versicherte am Montag bei einem Rundgang: „Wir schaffen die Fertigstellung, wenn auch mit Ächzen und Zähneknirschen.“

Am Freitag soll der Kulti nach fünf Jahren Sanierung wiedereröffnen. Doch noch herrscht Hektik in allen Ecken: Auf dem Kulti-Vorplatz programmiert ein Monteur die Brunnentechnik, in der Herkuleskeule im Keller testet ein Lichtexperte die Beleuchtung.

Am Konzertsaal kleben Handwerker Wegweiser. Bau-Chef Axel Walther (49): „Die Handwerker kann ich für ihren emsigen Einsatz nur loben.“

Im Fokus des Kultis steht der künftige Konzertsaal: Die Sitzstoffe strahlen korallenrot, die Vertäfelung ist aus Roteiche, der Klang soll transparent und klar sein.





Bau-Chef Axel Walther (r.) und Architekt Stefan Schütz.
Bau-Chef Axel Walther (r.) und Architekt Stefan Schütz.  © Steffen Füssel

Die Schalltechniker sprechen vom speziellen „warmen Dresdner Klang“. 1750 Zuhörer fasst der neue helle Konzertsaal, der in Weinberg-Etagen um die Bühne formiert wurde.

Dunkler geht‘s im Keller zu: Schwarzgrau ist der neue Saal der Herkuleskeule im Untergeschoss eingerichtet. „Passend zum schwarzen Humor“, findet der verantwortliche Architekt Stefan Schütz (Firma gmp). Mehr Licht fällt dagegen in die neuen Räume der Bibliothek, die ihre Eröffnung am Wochenende feiert.

Insgesamt kostete die Sanierung des Kulturpalastes über 100 Millionen Euro, verteuerte sich in den letzten Monaten vor der Fertigstellung. Wermutstropfen am Rande:

Entgegen der Ankündigung der Stadt wird Frank Schöbel (74) nicht als Künstler am Rahmenprogramm zur Kulti-Eröffnung teilnehmen.





Kunst am Bau und etliche Elemente des ursprünglichen Kulturpalastes wurden 
aufgearbeitet oder erneuert.
Kunst am Bau und etliche Elemente des ursprünglichen Kulturpalastes wurden aufgearbeitet oder erneuert.  © Steffen Füssel
Ein Blick ins Treppenhaus: Das ursprüngliche Geländer wird durch erhöhte 
Glasscheiben gesichert.
Ein Blick ins Treppenhaus: Das ursprüngliche Geländer wird durch erhöhte Glasscheiben gesichert.  © Steffen Füssel




Schwarzer Humor trifft schwarze Saalausstattung: Die Herkuleskeule residiert 
künftig im Keller des Kultis.
Schwarzer Humor trifft schwarze Saalausstattung: Die Herkuleskeule residiert künftig im Keller des Kultis.  © Steffen Füssel

Titelfoto: Steffen Füssel


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0