Wer zersägt hier eine Geige vor dem Dresdner Rathaus?

Die Honorarkräfte des Heinrich-Schütz-Konservatoriums demonstrieren vor dem Rathaus.
Die Honorarkräfte des Heinrich-Schütz-Konservatoriums demonstrieren vor dem Rathaus.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Drastische Szenen vor dem Rathaus: Ein Musiker zersägte vor der Stadtratssitzung aus Verzweiflung seine Geige.

Hintergrund der Aktion: Honorar-Lehrkräfte des städtischen Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden (HSKD) demonstrierten gegen die ihrer Meinung nach viel zu niedrigen Honorare für private Musikdozenten.

Christoph Geibel (49), stellvertretender Vorsitzender der Vertretung der Freien Mitarbeiter des HSKD, sagte: „Wir sind im Keller der Verdienstmöglichkeiten angelangt.“ Die rund 200 freien Honorar-Lehrkräfte erhalten momentan 20 Euro für eine dreiviertel Stunde Unterricht.

Die Honorare wurden laut Geibel seit 17 Jahren nicht erhöht, betrugen 1999 etwa 40 Mark. Den in der Regel studierten Musikpädagogen drohe deshalb die Altersarmut.

„Wir fordern die Aufstockung des Etats für Honorare des HSKD“, so Christoph Geibel. Insgesamt 20 freie Mitarbeiter beteiligten sich an der Demo.

Fotos: privat


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0