Lärm-Streit vom Jägerpark - Jetzt schaltet sich die Ministerin ein

Der Investor hat das Areal
bereits beräumt, bauen
darf er noch nicht.
Der Investor hat das Areal bereits beräumt, bauen darf er noch nicht.  © Eric Münch

Dresden - Die Bundeswehr macht ein geplantes Bauprojekt mit 600 Wohnungen in Dresden zur Chefsache von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (59, CDU).

Das Problem: Das geplante Wohngebiet der "Jägerpark Wohnungsbaugesellschaft" grenzt direkt an die Graf-Stauffenberg-Kaserne.

In der dortigen Offiziersschule des Heeres wird vor allem im Hörsaal gelernt, wenig im Feld gelärmt. Trotzdem beharrt die Bundeswehr auf ein so genanntes Lärmkontingent von 65 Dezibel - rund um die Uhr.

Solange die Bundeswehr nicht nachgibt, haben die Wohnungsbauer ein Problem. Deshalb prüft das Verteidigungsministerium unter Ursula von der Leyen den Fall. Ende November soll ein Ergebnis vorliegen, so ein Sprecher auf Anfrage.

Die Stadtverwaltung bestätigt: "Es steht noch nicht fest, wie der Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen gelingt und welche Auswirkung auf die Wohnbebauung sich ergibt."

Die Tewac Jägerpark Gesellschaft hofft auf eine diplomatische Lösung. Kein Wunder: Im Ernstfall hätte die Bundeswehr wohl die besseren Waffen ...

So könnten die Häuser für 600 Wohnungen
am Jägerpark mal aussehen.
So könnten die Häuser für 600 Wohnungen am Jägerpark mal aussehen.  © Jägerpark Wohnungsbaugesellschaft
Bundesverteidigungsministerin
Ursula von
der Leyen (59, CDU).
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (59, CDU).  © Rainer Droese

Titelfoto: Erik Münch, Rainer Droese


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