Warum findet sich kein neuer Chef für die Landeszentrale für politische Bildung?

Derzeit ohne Chef: die Landeszentrale für politische Bildung in Dresden.
Derzeit ohne Chef: die Landeszentrale für politische Bildung in Dresden.  © Ove Landgraf

Dresden - Wird die Besetzung des Chefsessels der Landeszentrale für politische Bildung verschleppt? Erst verzögerte sich die Ausschreibung, eine Entscheidung dürfte jetzt erst nach der Sommerpause fallen, kritisieren die Linken. Dabei ist der Weggang Frank Richters (57) offiziell seit September bekannt.

Der Wunsch Richters, sich beruflich zu verändern, wurde sogar schon im August 2016 öffentlich.

Doch es hakt bei der Besetzung - zum Unmut auch von Richter: "Dass noch immer kein Nachfolger benannt wurde, ist höchst bedauerlich. Schließlich gibt es bei der politischen Bildung in Sachsen viel zu tun."

Er verstehe die lange Dauer auch nicht.

Kerstin Köditz (50, Linke) sitzt im Kuratorium der Landeszentrale.

Linken-Politikerin Kerstin Köditz (51, l.) sagte ihre und die Teilnahme von Politikwissenschaftler Robert Feustel an der Diskussionsrunde inzwischen wieder ab.
Linken-Politikerin Kerstin Köditz (51, l.) sagte ihre und die Teilnahme von Politikwissenschaftler Robert Feustel an der Diskussionsrunde inzwischen wieder ab.  © Ove Landgraf

Sie verwies mit Blick auf die "erschreckenden" Ergebnisse des "Sachsen-Monitors" darauf, dass Sachsen mehr und bessere politische Bildung brauche.

Doch sie geht davon aus, dass der Posten noch monatelang unbesetzt bleibt. Ausgeschrieben wurde die Stelle nämlich erst Mitte Februar!

Es gebe zwar zahlreiche qualifizierte Bewerber.

Doch die Besetzung wurde entgegen der Planung auf der Kuratoriumssitzung am 3. Mai nicht behandelt.

Das Kultusministerium hatte mitgeteilt, dass die Auswahl noch dauert.

Die Personalie ist hochpolitisch und muss auch durchs Kabinett.


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