Vor Gericht geschwindelt: Nachschlag für Drogen-"Prinz"

Dresden - Verlängerung für den "Prinzen". Daniel B. (40), den die Szene "Prinz" nannte, bekam am Freitag vom Landgericht weitere neun Monate Knast aufgebrummt.

Daniel B. (40) muss neun Monate länger im Knast bleiben.
Daniel B. (40) muss neun Monate länger im Knast bleiben.  © Peter Schulze

Einst hatte der Maler zwar einen anderen Drogendealer verpfiffen. Aber dabei so heftig übertrieben, dass er eine Anklage wegen falscher Verdächtigung kassierte.

Daniel dealte einst mit Crystal und musste vor den Richter. Dort gestand er, belastete aber den Mittäter Michael K. (51), genannt "der Reisende". Zwar hatten die Ermittler den schon auf dem Schirm, hofften aber, ihm mit den Angaben von Daniel (bekam sechs Jahre) noch mehr nachweisen zu können.

Falsch gedacht: Daniel übertrieb bei Polizei und Gericht maßlos. Er sprach von 18 Taten, bei denen Michael K. mit über zwei Kilo Crystal gehandelt hätte. Nachermittlungen und Bewegungsdaten belegten aber, dass es sich nur um maximal fünf Taten und 300 Gramm Crystal gehandelt hat.

Der Richter, der Michael K. zu weniger als vier Jahren verurteilte, nannte Daniel B. "absolut unglaubwürdig".

So setzte es eine neue Anklage für Daniel. Der gestand am Freitag den Schwindel, ohne Gründe dafür zu nennen. Und nun muss er neun Monate länger absitzen und bleibt bis 2023 im Knast.

Titelfoto: Peter Schulze

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