Mehr als drei Jahre Haft für Frauenschreck aus der Neustadt

Dresden - Der Frauenschreck aus der Neustadt muss drei Jahre und drei Monate hinter Gitter. Das Landgericht verurteilte Rami A. (33), der zwischen März und Juni 2018 sieben Frauen angriff.

Rami A. war oft nicht einmal in der Lage, im Gericht zu laufen. Immerhin: Er entschuldigte sich für seine Taten und bat um Vergebung.
Rami A. war oft nicht einmal in der Lage, im Gericht zu laufen. Immerhin: Er entschuldigte sich für seine Taten und bat um Vergebung.  © Holm Helis

"Der Modus Operandi war immer gleich", so der Richter. Die Opfer waren meist nachts allein unterwegs, als der Täter unvermittelt zuschlug.

Rami drückte die Frauen an die Wand, folgte ihnen ins Haus, packte zwischen die Beine, an Hintern und Brust, versuchte zu küssen.

"Es ist nur nicht mehr passiert, weil die Frauen stark genug waren, sich zu wehren", so die Staatsanwältin. Ein Opfer erkannte den Täter auf der BRN wieder, rief die Polizei. Seither saß Rami A. in U-Haft.

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Der Prozess gegen den Syrer gestaltete sich kompliziert, musste immer wieder unterbrochen werden.

Laut Gutachter verdrängt Rami A. die Taten massiv, weil er sich als muslimischer Mann massiv dafür schämt.

Die Scham über die Taten löste einen sogenannten Stupor, eine seelische Starre aus. Immer wieder musste der Angeklagte, der lethargisch wirkte, nicht laufen und kaum dem Prozess folgen konnte, medizinisch betreut werden.

Der Prozess fand vor dem Landgericht Dresden statt.
Der Prozess fand vor dem Landgericht Dresden statt.  © dpa (Symbolbild)

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