30-Jähriger vermöbelte im Suff sogar seine Liebste

Dresden - Wegen sieben Anklagen mit insgesamt 19 Straftaten sitzt Eric H. (30) derzeit im Landgericht. Dem gelernten Landschaftsgärtner droht nicht nur eine Haftstrafe, sondern auch die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt.

Eric H. (30) beging im Suff zahlreiche Straftaten.
Eric H. (30) beging im Suff zahlreiche Straftaten.  © Steffen Füssel

"Wenn er nüchtern ist, ist er der liebste Mensch der Welt", so seine Verlobte Jana B. (31). Doch Eric war nicht immer nüchtern.

Im Gegenteil: "Ich hatte Probleme", sagte er. "Oma gestorben, Vater krank." Als er auch seinen Job als Tiefbauer ("Wegen der Fahrerei und weil das Geld nie pünktlich kam") hinschmiss, griff er zur Pulle.

"Eine halbe Flasche Pfeffi und sieben Bier", will Eric manchmal geschluckt haben.

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Und dann rastete er aus: Als Jana ihn von seinem Saufkumpanen am Supermarkt holte, gab es Zoff. "Da hab ich ihr eine geklatscht", so Eric. Laut Anklage prügelte er mit der Faust auf sie ein.

Mit bis zu drei Promille randalierte er in Wohnhäusern, prügelte sich mit völlig fremden Menschen auf der Straße oder malträtierte Bekannte.

So klingelte er laut Anklage bei einem Bekannten am Jägerpark, forderte grundlos 5000 Euro. Als das Opfer erklärte, es habe nur fünf Euro, griff Eric zum Messer und verletzte den Mann am Kopf (10 cm lange Schnittwunde).

Weil er sich nicht genau erinnert oder verschiedene Tatversionen erzählt, muss das Gericht fast 50 Zeugen hören. Ein Urteil fällt erst im April.

Das Urteil des Gerichts fällt erst im April.
Das Urteil des Gerichts fällt erst im April.  © dpa (Symbolbild)

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