Nachdem der CDU-Chef das forderte: Jeder zweite Listenplatz ist jetzt weiblich

Dresden - Neue Töne bei der CDU: Für die Landtagswahl werden die ersten 20 Plätze auf der Landesliste erstmals abwechselnd mit Frauen und Männern besetzt. Für Platz eins und damit als Spitzenkandidat nominierte der CDU-Landesvorstand Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU).

Der CDU-Landesvorstand schlug Ministerin Barbara Klepsch (53) für den prominenten Listenplatz zwei vor.
Der CDU-Landesvorstand schlug Ministerin Barbara Klepsch (53) für den prominenten Listenplatz zwei vor.  © Petra Hornig

Insgesamt 59 Listenplätze vergab der CDU-Landesvorstand. Über die endgültige Landesliste entscheidet aber ein Parteitag am 19. Januar.

Theoretisch kann die Basis hier noch mal alles über den Haufen werfen.

Angesichts der Prognosen wird es in den Wahlkreisen viel enger, als die CDU bisher gewohnt ist - daher gewinnt die Liste an Bedeutung.

Mit ihr versucht die CDU auch ihr Frauenproblem zu lösen: Nur 14 Prozent der Direktkandidaten sind Frauen.

"Im Landesvorstand haben wir entschieden, die ersten zwanzig Plätze paritätisch im Wechsel zu besetzen und damit ein Zeichen zu setzen", so CDU-Generalsekretär Alexander Dierks (31).

Hinter Kretschmer auf Platz zwei folgt Sozialministerin Barbara Klepsch (53). Auf Platz vier Landtagsvizepräsidentin Andrea Dombois (60) und Christiane Schenderlein (37) auf Platz sechs.

Letztere konnte sich als Direktkandidatin nicht gegen Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz (62) durchsetzen. Mehr Frauen heißt auch: Viele Direktkandidaten stehen gar nicht auf der Liste. Etwa Landtagspräsident Matthias Rößler (63). Einige verzichten aber bewusst.

Trotz prominenter Unterstützung konnte sich Christiane Schenderlein (37) keine Direktkandidatur sichern. Reicht Listenplatz sechs?
Trotz prominenter Unterstützung konnte sich Christiane Schenderlein (37) keine Direktkandidatur sichern. Reicht Listenplatz sechs?  © PR
Plenarsaal des Landtages. Der Wettbewerb um die begehrten Abgeordnetenmandate ist in vollem Gange.
Plenarsaal des Landtages. Der Wettbewerb um die begehrten Abgeordnetenmandate ist in vollem Gange.  © Eric Münch

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