Erste Politiker verzichten freiwillig auf CDU-Landesliste

Dresden - Die Aufstellung der Kandidaten für die Landtagswahl am 1. September läuft auf Hochtouren. Mit besonderer Spannung wird die Aufstellung der Landesliste bei der CDU erwartet. Sie dürfte erstmals überhaupt umkämpft sein. Erste Politiker verzichten bereits bewusst.

Sören Voigt (47).
Sören Voigt (47).  © PR

Bisher hatte die CDU ein Dauer-Abo auf den direkten Sieg in fast allen Wahlkreisen. Die Liste war zweitrangig. Doch diesmal wackeln viele Wahlkreise wegen der Stärke der AfD.

Die Liste gewinnt immens an Bedeutung. Am 19. Januar will die Sachsen-CDU sie bei einem Parteitag aufstellen. Abgestimmt wird über einen Vorschlag des CDU-Landesvorstands.

Erste Politiker erklären nun, sich bewusst nicht über einen Listenplatz abzusichern. Etwa die vier CDU-Direktkandidaten aus dem Vogtland.

Darunter Sören Voigt (47), CDU-Kreis-Chef: "Als aktuell direkt gewählte Abgeordnete stellen wir uns dem Votum der Wählerinnen und Wähler und werben erneut um das Vertrauen, ohne Netz und doppelten Boden. Das ist für uns auch ein Stück direkte Demokratie."

Kampfkandidaturen sind bei der Listenaufstellung wahrscheinlich. Sie ist heikel: Nicht nur die Regionen müssen entsprechend berücksichtigt werden.

Und: Nur knapp 14 Prozent der CDU-Direktkandidaten sind Frauen. CDU-Chef und Ministerpräsident Michael Kretschmer (43) will nun Frauen und Männer im Wechsel auf der Liste platzieren.

Michael Kretschmer will nun Männer und Frauen im Wechsel auf der Liste platzieren.
Michael Kretschmer will nun Männer und Frauen im Wechsel auf der Liste platzieren.  © DPA

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