Bewährung für reuigen Räuber trotz krimineller Hausbesuche

Dresden - Glück gehabt! Philip P. (23) hat in seinem Leben derartig die Kurve bekommen, dass er von der Richterin am Landgericht sogar Bewährung bekam. Dabei saß der Dresdner wegen besonders schweren Raubes auf der Anklagebank.

Philip P. (23) konnte dem Richter glaubhaft erklären, dass er sein Leben jetzt im Griff hat.
Philip P. (23) konnte dem Richter glaubhaft erklären, dass er sein Leben jetzt im Griff hat.  © Steffen Füssel

"Ich trinke keinen Tropfen Alkohol mehr. Und Drogen nehme ich schon gar nicht mehr. Im Knast hat sich ein Schalter umgelegt", so Philip.

Das war mal völlig anders: Nach Problemen in Schule und Elternhaus geriet Philip auf die schiefe Bahn mit Alkohol, Drogen, den falschen Freunden. Die Kohle für die Sucht organisierte er rabiat.

Er "besuchte" mit seiner damaligen Freundin Bekannte, drohte, schlug, nahm den Opfern Handys oder Wertgegenstände ab.

"Irgendwann hauste ich in einem Zelt an der Elbe, bis mich die Polizei abholte", so der Angeklagte, der an sich arbeitete, Therapien durchzog, Hilfe annahm, sich bei den Opfern entschuldigte.

"Es wäre nicht förderlich, Sie jetzt noch in Haft zu schicken", resümierte der Richter. Urteil: 20 Monate Haft, ausgesetzt auf Bewährung.


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