Ungewisse Zukunft: Schiffswerft droht der Verkauf

Dresden - Die Sächsische Dampfschiffahrt hat ein schweres Jahr hinter sich. Nach dem Dürresommer 2018 mit 2,2 Millionen Euro Umsatzverlust hat das Traditionsunternehmen ohnehin zu kämpfen. Jetzt droht der Weißen Flotte etwas anderes das Wasser abzugraben. Reinhard Saal (68), der Eigner der Laubegaster Werft, will verkaufen.

Das Werftgrundstück an der Elbe ist attraktiv für Investoren.
Das Werftgrundstück an der Elbe ist attraktiv für Investoren.  © Steffen Unger

Der Investor aus Siegen, der 2013 die insolvente Werft für 1,6 Millionen Euro übernahm, außerdem am Herzogin Garten 123 Wohnungen und am Zwingerteich einen Buspavillion baute, zieht sich aus Dresden zurück, wie er der Sächsischen Zeitung mitteilte.

Grund ist offenbar die zähe Zusammenarbeit mit der Stadt. Laut ihm gibt es schon Interessenten für das Filetstück an der Elbe, das immerhin als flutsicher gilt. Denn die Anhöhe blieb 2002 bei der großen Flut trocken.

Wie es für die gebeutelte Sächsische Dampfschiffahrt im Falle des Werft-Verkaufs weitergeht, weiß man dort offenbar auch noch nicht: "Der Mietvertrag läuft noch fünf Jahre. Wir werden uns natürlich mit der Thematik auseinandersetzen, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen, und entsprechende Lösungen finden", so Flottenchefin Karin Hildebrand (64).

"Darüber irgendetwas zu veröffentlichen, wäre verfrüht."

Investor Reinhard Saal (68) will die Werft verkaufen.
Investor Reinhard Saal (68) will die Werft verkaufen.  © Steffen Unger
Flottenchefin Karin Hildebrand (64) will sich mit dem Thema auseinandersetzen, wenn es so weit ist.
Flottenchefin Karin Hildebrand (64) will sich mit dem Thema auseinandersetzen, wenn es so weit ist.  © Petra Hornig

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