Lebenslang, weil er Tochter erstickte: Nach dem Mord aß er Kuchen mit Mutti

Dresden - Die kleine Luna (3) musste auf qualvolle Weise sterben - durch die Hände des eigenen Vaters. Und das nur, weil der sich an der Kindsmutter rächen wollte. Donnerstag verurteilte das Dresdner Landgericht Dennis Z. (36) zu einer lebenslangen Haftstrafe.

Dennis Z. (36) nahm das Urteil ohne die Miene zu verziehen hin.
Dennis Z. (36) nahm das Urteil ohne die Miene zu verziehen hin.

"Luna wäre heute auf den Tag genau viereinhalb Jahre alt gewesen!" Mit diesen Worten leitete Richter Martin Uebele (59) seine Urteilsbegründung ein. "Sie konnte jedoch nicht mal ihren vierten Geburtstag feiern, weil Sie 'Ihre Prinzessin' erstickt haben!"

Das Motiv der Tat sei besonders niederträchtig, befand das Gericht: Dennis Z. kam nicht damit klar, dass sich seine Frau von ihm getrennt hatte. Als seine Tochter später zu Besuch war, sagte sie: "Mama hat einen Neuen, der ist auch ganz nett!" Möglicherweise brachte dieser Satz das Fass zum Überlaufen.

Spätestens am Samstag, 20. Januar soll Dennis Z. den Entschluss gefasst haben, seine eigene Tochter zu töten. Er verschickte noch zwei Abschiedsbriefe. Einen an seine Mutter, einen an seine Noch-Ehefrau. Darin stand: "Wenn Du das liest, bin ich nicht mehr da und Luna auch nicht. Ich hoffe, du leidest wie ich.“ Er unterschrieb beide Briefe mit seinem und dem Namen seiner Tochter. "Damit haben Sie uns das Motiv auf dem Silbertablett serviert", so Richter Uebele.

Am 21. Januar, irgendwann zwischen drei und zwölf Uhr, erstickte Dennis Z. die kleine Luna, trug dabei Wollhandschuhe. Anschließend richtete er das tote Kind her, legte ihre beiden Lieblings-Plüschtiere (zwei Esel) neben die Leiche. Direkt nach der Tat fuhr der gelernte Stahlbauer zu seiner Mutter nach Nossen. Da gab's Kaffee und Kuchen, als sei nichts gewesen.

Die Polizei fand den Kindsmörder am nächsten Tag schlafend in seinem Auto, unter einer Brücke an der A4. Dennis Z. sagte den gesamten Prozess über kein Wort, nahm das Urteil am Donnerstag regungslos hin. Das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Das erschwert eine vorzeitige Haftentlassung.