Trotz Verbeamtung: Sachsen findet nicht genügend Lehrer

Dresden - Sachsen findet noch immer nicht genügend Lehrer - trotz Verbeamtung! Zum 2. Schulhalbjahr sind satte 600 Stellen zu besetzen. Doch Stand 28. Januar sind noch immer 162 Stellen offen, so das Kultusministerium.

Viele Lehrerstellen können nicht besetzt werden.
Viele Lehrerstellen können nicht besetzt werden.  © DPA

Beworben hatten sich zum 1. Februar 625 Menschen.

"Die Gesamtzahl der Bewerber ist Ausdruck des begrenzten Lehrerarbeitsmarktes", so das Ministerium. Besserung sei erst zu erwarten, wenn sich die perspektivisch steigenden Absolventenzahlen auswirken.

Immerhin 185 Bewerber haben ihr Referendariat außerhalb Sachsens absolviert.

Diese Quote von 30 Prozent nannte das Ministerium bemerkenswert. Im Einstellungsverfahren davor waren es 20 Prozent. Dies dürfte an der nun eingeführten Verbeamtung der Lehrer in Sachsen liegen.

Am einfachsten war es noch, die Jobs an den Gymnasien zu besetzen. Große Probleme gibt es in den Regionen Chemnitz und Bautzen: Hier will kaum ein Bewerber hin. Nur etwa die Hälfte der Stellen konnte hier besetzt werden.

Um den Bedarf zu decken, schreibt das Kultusministerium freie Stellen mittlerweile vier Mal pro Jahr aus. Für die nächste Runde (Mai) werden bereits wieder Seiteneinsteiger gesucht...

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (43,CDU).
Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (43,CDU).  © DPA

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