Zockte diese Lehrerin ihre Krankenkasse ab?





Scarlett Z. (50) musste gestern erneut im Amtsgericht erscheinen.
Scarlett Z. (50) musste gestern erneut im Amtsgericht erscheinen.  © Ove Landgraf

Dresden - Das könnte knapp werden: Scarlett Z. (50) kämpft im Amtsgericht Dresden um eine Bewährungsstrafe. Doch die Gymnasiallehrerin sitzt nicht zum ersten Mal auf der Anklagebank.

Diesmal soll die Pädagogin zu Unrecht Krankengeld kassiert haben. Denn während die AOK sie 2011 bis 2013 mit über 6800 Euro unterstützte, soll Scarlett Z. gejobbt haben, ohne das anzuzeigen. Als Honorarkraft und stellvertretende Direktorin eines Studienkreises, an der Volkshochschule und im Schulbuchverlag. Zudem hat sie außerdem laut Anklage einen Energieversorger um über 200 Euro und ein Warenhaus um 250 Euro geprellt.

Die Taten liegen zwar lange zurück, auch der Schaden hält sich in Grenzen. Wenngleich die Vorwürfe für eine Gymnasiallehrerin beschämend sind. Theoretisch könnte Scarlett Z. bei einem Geständnis auf Bewährung hoffen.

Allerdings: Sie schwieg im Prozess am Donnerstag. Nun müssen alle Zeugen geladen und gehört werden, weshalb die Verhandlung vertagt wurde.

Und: Die Lehrerin ist bereits rechtskräftig verurteilt. Das Landgericht Dresden hatte 2014 wegen acht Betrugsfällen Gnade walten lassen und eine unbedingte Haftstrafe in Bewährung umgewandelt. Ob das Amtsgericht diesmal milde ist, ist offen.





Die AOK zahlte der Pädagogin Krankengeld, während sie offenbar jobbte.
Die AOK zahlte der Pädagogin Krankengeld, während sie offenbar jobbte.  © Ove Landgraf

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