Gibt es in Sachsen bald Fixerstuben?

Der Landtag diskutiert erstmals über die Drogenkonsumräume. René Jalaß (34, Linke) ist Antragsteller.
Der Landtag diskutiert erstmals über die Drogenkonsumräume. René Jalaß (34, Linke) ist Antragsteller.  © Steffen Füssel

Dresden/Leipzig - Drogen sind inzwischen Alltag in Sachsen. Doch wie ihnen begegnen: Sie ignorieren, aktiv begleiten, bekämpfen? Das will am Montag der Landtag an einem Projekt-Beispiel besprechen.

Erstmals befasst sich das Hohe Haus mit der Einrichtung sogenannter Drogenkonsumräume. Antragsteller ist René Jalaß (34) für die Linke. „Den Konsumenten würde dort eine sichere und saubere Umgebung geboten“, sagt er.

„Der Vorteil: Sie haben Zugang zu Sozialarbeitern und diese zur Szene, im Notfall ist medizinische Hilfe greifbar.“ Im Übrigen werde das Ganze KEINE Drogenausgabestelle! Die Einrichtung solcher Räume sei eigentlich seit 17 Jahren möglich. Sachsen habe es aber bis heute nicht hinbekommen, Landesrecht zu schaffen.

Gar nicht begeistert davon ist Alexander Krauß (41), sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Er sagt: „Unser Ziel als Union ist es, Menschen vom Drogenkonsum zu befreien. Dem dienen Drogenkonsumräume nicht. Deswegen halten wir sie für unnötig. Außerdem entsteht um die Räume ein Drogenbiotop mit allen negativen Erscheinungen wie zum Beispiel Kriminalität.“

Weiter verbieten oder lieber in saubere kontrollierte Räume locken: Noch wird 
über die Einrichtung von Drogenkonsumräumen debattiert.
Weiter verbieten oder lieber in saubere kontrollierte Räume locken: Noch wird über die Einrichtung von Drogenkonsumräumen debattiert.  © DPA

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