So wird in Sachsen mit Schulschwänzern umgegangen

Dresden/Leipzig - Schulschwänzer-Kontrollen wie an den Flughäfen in Bayern sind in Sachsen vorerst kein Thema. Dennoch will das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) keine eigenmächtige "Ferienverlängerungen" dulden.

Letzter Schultag, die kleinen Racker stürmen mit ihren Zeugnissen nach draußen. Die sächsische Schulbesuchsverordnung kennt nur wenige Ausnahmen, dem Unterricht fernzubleiben.
Letzter Schultag, die kleinen Racker stürmen mit ihren Zeugnissen nach draußen. Die sächsische Schulbesuchsverordnung kennt nur wenige Ausnahmen, dem Unterricht fernzubleiben.  © F. Kästle

"Unsere Beamten sind an den sächsischen Flughäfen für Grenzkontrolle und die Sicherheit des Luftverkehrs zuständig - Kontrollen nach Schulschwänzern hat es bisher nicht gegeben und wird es auch künftig nicht geben", stellte Bundespolizei-Sprecherin Janine Lumtscher gestern klar. Auch die Landespolizei sieht sich dafür nicht zuständig, wie TAG24 am Freitag bei den Direktionen Leipzig und Dresden erfragte.

"Das sollte aber niemanden verleiten, sein Kind vor Ferienbeginn aus der Schule zu nehmen, nur weil da die Flüge billiger sind", warnt LaSuB-Sprecher Roman Schulz. Die Schulpflicht gelte bis zum letzten Tag. "Ausnahmen sind nur möglich, wenn ein Elternteil vom Arbeitgeber eine glaubhafte Bestätigung vorlegt, dass Vater oder Mutter nur in einem ganz bestimmten Zeitkorridor Urlaub nehmen können", so Schulz.

Verstöße gegen die Schulbesuchsverordnung können in Sachsen übrigens mit bis zu 1250 Euro Bußgeld geahndet werden.

Bundespolizisten stehen im Terminal des Dresdner Flughafens und halten nach verdächtigen Gegenständen Ausschau. Aber nach Schulschwänzern werden sie auch künftig nicht suchen.
Bundespolizisten stehen im Terminal des Dresdner Flughafens und halten nach verdächtigen Gegenständen Ausschau. Aber nach Schulschwänzern werden sie auch künftig nicht suchen.  © T. Eisenhuth