Technologie-Konzern Linde macht Dresdner Standort dicht

Das Technologiezentrum der Linde AG auf der Bodenbacher Straße.
Das Technologiezentrum der Linde AG auf der Bodenbacher Straße.  © DPA

Dresden - Der Technologiekonzern Linde will sein Werk in Dresden schließen. In der Dresdner Niederlassung der Münchner Linde AG arbeiten rund 500 Mitarbeiter. 

Dr. Frank Herkenhoff, Sprecher der Linde AG, sagte zu TAG24: "Im Rahmen des Ende Oktober bekannt gegebenen Effizienzsteigerungsprogramms LIFT hat Linde zwischenzeitlich die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen. 

Dabei wurde dem Wirtschaftsausschuss des Unternehmens am 17. November der aktuelle Stand der Planungen vorgestellt. Diese sehen Kapazitätsanpassungen im Bereich Engineering aufgrund geringerer Auftragseingänge und schwächerer Nachfrage vor." 

Die Schließung ist demnach noch nicht offiziell beschlossen. Aber: Die schrittweise Filialschließung wird erwogen. 

Das Hauptproblem der Linde Engineering Division ist die insgesamt niedrige Auftragslage. Speziell der Standort Dresden leide unter den Sanktionen gegenüber Russland. Auch der niedrige Ölpreis und bisherige Sanktionen gegen den Iran sorgen für Probleme. 

Der CDU-Kreisvorsitzende Christian Hartman fordert: "Neben einer möglichen Schließung müssen alle anderen Optionen fair geprüft werden, dies gilt insbesondere auch für die Abwägung zwischen Standorten in den alten und den neuen Bundesländern. Eine einseitige Entscheidung zu Ungunsten eines ostdeutschen Standorts wäre ein falsches Signal."

Er sieht jetzt Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) in der Verantwortung, sich für den Erhalt der 500 Arbeitsplätze stark zu machen.

Der Konzern zählt zu den führenden Unternehmen für Planung, Bau und Lieferung von Chemie-, Gas- und Pharmaanlagen. 


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