Lindenhof: Einzug trotz erneutem Angriff von Asylgegnern

Erst am Sonntag hatten offenbar mehrere Männer Steine auf den Lindenhof geworfen, dabei sechs Fensterscheiben zerstört.
Erst am Sonntag hatten offenbar mehrere Männer Steine auf den Lindenhof geworfen, dabei sechs Fensterscheiben zerstört.

Von Andrzej Rydzik

Dresden - Die Reihe an Anschlägen und Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte reißt nicht ab. Erneut haben unbekannte Asylgegner das frühere Hotel Lindenhof in Dresden-Stetzsch angegriffen. Diesmal verschütteten sie offenbar Buttersäure im bezugsfertigen Heim.

Der Heimleiter selbst stellte heute Morgen gegen 9 Uhr den übel riechenden Gestank fest, alarmierte sofort die Polizei. Sprecherin Ilka Rosenkranz (38): „Wie es die Täter geschafft haben, ins Gebäude einzudringen und die stinkende Flüssigkeit zu verteilen, wird gegenwärtig ermittelt. Die Flüssigkeit selbst wird derzeit genauer untersucht.“

Trotz allem wird - wie geplant - der Großteil der insgesamt 40 Flüchtlinge die Asylunterkunft in Stetzsch heute beziehen. Die Ermittlungen zum Stink-Anschlag übernimmt einmal mehr das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der Polizei.

Erst am Sonntag hatten offenbar mehrere Männer Steine auf den Lindenhof geworfen, dabei sechs Fensterscheiben zerstört. Die Polizei konnte rasch nahe des Heims 27 Leute feststellen, die für den Angriff verantwortlich sein könnten. Auch in diesem Fall laufen die Ermittlungen des OAZ.


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