Nach Stadtratswahl: Linke suchen Konsens gegen Rechts

Dresden - Bei der Stadtratswahl vor anderthalb Wochen zählten AfD (17,1 Prozent) und Freie Wähler (5,3 Prozent) zu den großen Gewinnern. Zusammen kommen sie im neuen Stadtrat auf 16 (von 70) Sitze.

Anne Holowenko (35, Linke) setzt große Hoffnungen auf die Gespräche mit den anderen Fraktionen.
Anne Holowenko (35, Linke) setzt große Hoffnungen auf die Gespräche mit den anderen Fraktionen.  © Petra Hornig

Das findet Linken-Vorsitzende Anne Holowenko (35) "erschreckend". Ihre Partei wandte sich deshalb in einem offenen Brief an Vertreter der anderen Parteien.

Darin heißt es: "Eine Partei und eine Wählervereinigung der extremen Rechten haben in Dresden bei einer demokratischen Wahl eine politische Stärke gewonnen wie seit der Stadtverordnetenwahl 1932 nicht mehr."

Die Linken schlagen den Adressaten vor, bei Anträgen und Beschlüssen im Stadtrat gemeinsam und solidarisch zu handeln. Auch mit CDU und FDP soll "ein breiter Konsens" gesucht werden.

Die Grünen signalisierten derweil schon Gesprächsbereitschaft. Als ersten Schritt haben sie die Parteivorsitzenden der Linken und der SPD zu einem Dreiparteiengespräch, das morgen stattfinden soll, eingeladen.

Ziel sei es, eine sogenannte progressive Mehrheit im Stadtrat zu finden, so Grünen-Sprecher Klemens Schneider (29).

Der neu gewählte Stadtrat nimmt im September seine Arbeit auf.
Der neu gewählte Stadtrat nimmt im September seine Arbeit auf.  © imago images/ddbd

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