Manufaktur Meissen: Biedenkopf schießt gegen Minister Unland

Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (87, CDU) wettert gegen die Staatsregierung.
Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (87, CDU) wettert gegen die Staatsregierung.  © Matthias Rietschel

Dresden - Da hat jemand noch eine Rechnung offen: Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (87, CDU) schießt in Sachen Porzellan-Manufaktur Meissen scharf gegen die Staatsregierung! Vor allem gegen Finanzminister Georg Unland (63, CDU). Biedenkopf wirft ihm vor, die Manufaktur zu wenig unterstützt zu haben.

„Der Finanzminister hat viel zu früh die Bremse gezogen“, sagte Biedenkopf der „Zeit“. „Die Wachstumsstrategie hatte doch gerade erst begonnen, sich zu entfalten. Wenn man so etwas macht, muss man einen langen Atem haben.“ Er zweifelt allerdings an seiner früheren Einschätzung, dass ein Staatsbetrieb das geeignete Modell sei: „Bei einem Staatsbetrieb besteht immer die Gefahr, dass er in politische Kreuzwellen kommt.“

Biedenkopf war viele Jahre Aufsichtsrats-Chef der Manufaktur. Im September 2015 musste er gehen. Er hatte den Umbau des Staatsbetriebs zum Luxuskonzern (unter anderem Schmuck) mit dem damaligen Meissen-Boss Christian Kurtzke (48) vorangetrieben.

Doch die Manufaktur machte Millionenverluste - der Kurs wurde vom Freistaat gestoppt.

Mit Schmuck, Kleidung und Accessoires
sollte Meissen zum Luxuskonzern
umgebaut werden.
Mit Schmuck, Kleidung und Accessoires sollte Meissen zum Luxuskonzern umgebaut werden.

Titelfoto: Matthias Rietschel


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