So heftig attackiert Dulig Maut-Minister Dobrindt

Attacke aus Dresden: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (46, CSU) 
schiebe Sachsen aufs Abstellgleis.
Attacke aus Dresden: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (46, CSU) schiebe Sachsen aufs Abstellgleis.  © DPA

Dresden - Heftige Attacke aus Sachsen gegen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (46, CSU)! Der Freistaat fühlt sich bei Bahnstrecken ausgebremst. Verkehrsminister Martin Dulig (43, SPD) sprach im Landtag von einem nicht hinnehmbaren „Stillstand“ in Berlin.

„Die aus sächsischer Sicht wichtigsten Vorhaben - die Strecken Dresden-Prag, Dresden-Görlitz und Leipzig-Chemnitz - sind nach wie vor nicht bewertet“, kritisierte Dulig mit Blick auf den Bundesverkehrswegeplan. Stattdessen seien sie in eine eigens geschaffene Kategorie „Potentieller Bedarf“ und damit aufs Abstellgleis verschoben worden.

Höchste Priorität habe die Neubaustrecke von Dresden nach Prag, so Dulig. In den vergangenen Jahren habe der Freistaat hierzu jede Menge Vorarbeit geleistet.

Man erwarte vom Bund für Chemnitz-Leipzig, Dresden-Görlitz und Görlitz-Cottbus einen Aufstieg in den „Vordringlichen Bedarf“. Dulig: „Sachsen muss endlich wieder eine Chance für eine Anbindung an das europäische Fernverkehrsnetz bekommen.“

Stattdessen sei noch immer kein Zeitpunkt bekannt, wann mit einer konkreten Bewertung der Projekte zu rechnen sei:

„Alle notwendigen Unterlagen liegen im Bundesministerium vor - nichts tut sich!“ Dulig mutmaßte, dass diese „in den Tiefen des Hauses“ verloren gingen ...

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (43, SPD) holzt gen Berlin. Bei 
Schienenverbindungen werde Sachsen benachteiligt.
Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (43, SPD) holzt gen Berlin. Bei Schienenverbindungen werde Sachsen benachteiligt.  © DPA

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