Rot-Rot-Grün fordert Marwa-Park in Dresden

Dresden - In dieser Woche gedenkt die Stadt dem brutalen Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini am 1. Juli 2009 im Dresdner Landgericht. Künftig soll die kleine Grünfläche vor dem Gerichtsgebäude an der Lothringer Straße "Marwa El-Sherbini-Park" heißen.

Der kleine Grünfläche am Sachsenplatz soll künftig "Marwa-El-Sherbini-Park" heißen.
Der kleine Grünfläche am Sachsenplatz soll künftig "Marwa-El-Sherbini-Park" heißen.  © Ove Landgraf

Das fordern die Stadtratsfraktionen von SPD, Linke und Grünen - sie haben einen entsprechenden Antrag eingereicht.

"Zehn Jahre nach dem rassistischen Mord an Marwa El-Sherbini erinnert noch immer kein Ort in Dresden an die Frau, die den Mut hatte, gegen die rassistischen Beleidigungen gegen sich vor Gericht zu ziehen", so SPD-Stadtrat Vincent Drews (31).

"Der Park vor dem Landgericht, dem damaligen Tatort, ist der richtige Platz, um ihn nach Marwa El-Sherbini zu benennen."

Laut Drews sei es in Zeiten um sich greifender Ausländerfeindlichkeit wichtig, daran zu erinnern, wohin rechtes Gedankengut führen kann.

Die Apothekerin aus Ägypten wurde vor zehn Jahren nach ihrer Zeugenaussage im Gerichtssaal von Alex W. (heute 38) niedergestochen. Vor den Augen von Mann und Kind.

Marwa El-Sherbini wurde nur 31 Jahre alt.
Marwa El-Sherbini wurde nur 31 Jahre alt.  © dpa/epa

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