Steuerschätzung: Sachsen fehlen plötzlich 2 Milliarden Euro

Dresden - Sind die fetten Jahre vorbei?

Wo ist all das Geld hin?
Wo ist all das Geld hin?  © 123RF

Die Staatsregierung rechnet nach der aktuellen Mai-Steuerschätzung für Sachsen bis 2023 mit fast zwei Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen als noch im Oktober 2018 vorausgesagt.

Damit sind erstmals seit Langem die Einnahme-Erwartungen deutlich eingebrochen, so das Finanzministerium.

Für dieses Jahr kalkuliert Sachsen für den Doppelhaushalt nun mit Steuereinnahmen in Höhe von 15,2 Milliarden Euro - ein Minus von 20 Millionen Euro, für 2020 sind es sogar 296 Mio. Euro weniger.

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Für Finanzminister Matthias Haß (52, CDU) kommt der Rückgang aufgrund stark gesunkener Erwartungen beim Wirtschaftswachstum nicht überraschend. Wichtige Zukunftsinvestitionen seien abgesichert.

"Mit Blick auf die sich abzeichnenden Steuerausfälle müssen wir unsere künftigen Ausgaben kritisch hinterfragen." Auch die Gemeinden werden laut neuester Prognose weniger einnehmen.

Dies liege an sinkenden Einnahmen bei der Gewerbesteuer wegen der schwächelnden Konjunktur.

Finanzminister Matthias Haß (52, CDU).
Finanzminister Matthias Haß (52, CDU).  © Uwe Meinhold

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