Mehr Gewalt gegen Schwule, Lesben und Diverse in Sachsen

Dresden - Sie sind anders, und das ist für manche ein Problem. In Sachsen ist Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Personen weiter verbreitet als offiziell bekannt.

Martin Wunderlich und Vera Ohlendorf stellten die Studie gestern in Dresden vor. Es ist die erste Erhebung ihrer Art in Sachsen.
Martin Wunderlich und Vera Ohlendorf stellten die Studie gestern in Dresden vor. Es ist die erste Erhebung ihrer Art in Sachsen.  © Petra Hornig

Zu diesem Schluss kommt die erste Dunkelfeldstudie im Freistaat.

Besonders oft wurden Betroffene beleidigt, so ein Ergebnis. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu konkreten Bedrohungen, in mehr als einem Drittel der Fälle zu Körperverletzungen.

Viele haben Angst vor der Rache des Täters oder fürchten "Enttarnung" und haben darum auf Anzeigen verzichtet.

Fazit: Die Dunkelziffer von Taten gegen diesen Personenkreis in Sachsen liegt höher als offizielle Statistiken aussagen.

Die Daten fußen auf einer Erhebung der Hochschule Mittweida. Vorgestellt hat die Studie die Arbeitsgemeinschaft "Queeres Netzwerk Sachsen".

Befragt wurden 369 Personen, 267 antworteten. Allein sie erzählten von insgesamt 1672 Fällen von Gewalterfahrungen in den vergangenen fünf Jahren.

Titelfoto: Petra Hornig

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