Trauer um totes Mädchen (†3) in Dresden: Kita richtet "Raum der Stille" ein

Dresden - Nach dem Tod eines Kita-Kindes (†3) in Dresden sucht das Gesundheitsamt weiter nach der Todesursache.

Vergangenen Freitag besuchte das Mädchen noch die Kita "Pirolino" in Dresden-Cotta. Am Montag verstarb sie im Krankenhaus.
Vergangenen Freitag besuchte das Mädchen noch die Kita "Pirolino" in Dresden-Cotta. Am Montag verstarb sie im Krankenhaus.  © Tino Plunert

Das Mädchen war nach schwerwiegendem Krankheitsverlauf am Montag verstorben (TAG24 berichtete). Unterdessen läuft in der Cottaer Kita die Trauer-Bewältigung.

Laboruntersuchungen sollen klären, ob sich das Mädchen mit den gefährlichen und ansteckenden Meningokokken infiziert hatte. Am Montag soll es Ergebnisse geben. Nach Ausgabe der Antibiotika-Medikamente an 63 Kinder, 25 Erwachsene und die Familie der Verstorbenen richtet die Kita einen "Ort der Stille" zum Trauern ein.

"Die Fragen, Ängste und Sorgen der Kinder ernstzunehmen, ihnen zuzuhören und auf ihre Gefühle einzugehen, ist eine wichtige Aufgabe sowohl im Trauerprozess als auch in der Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit und Tod", schreibt die Kita in einem Elternbrief.

"Bitte informieren Sie uns deshalb auch, wenn Ihr Kind sehr betroffen ist und häufig Fragen stellt und beunruhigt ist, damit wir auch in der Kita darauf eingehen können."

Todesfälle nach Meningokokken-Erkrankungen sind selten. 1999 waren im Freistaat 37 Sachsen erkrankt, davon zwei gestorben. 2009 gab es 19 Kranke und zwei Tote. Ein weiterer Todesfall in diesem Jahr ereignete sich im Landkreis Zwickau.

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