Mieten in Dresden explodieren: Wann kommt die neue Preisbremse?

Dresden - Die Mieten in Dresden steigen immer noch rasant an. Um zumindest den Anstieg zu drosseln, soll per Ratsbeschluss eine erweiterte Mietpreisbremse durchgedrückt werden.

"Die Mieten sind bereits spekulativ verzerrt": Linken-Stadtrat Tilo Wirtz (51) fordert eine erweiterte Mietpreisbremse.
"Die Mieten sind bereits spekulativ verzerrt": Linken-Stadtrat Tilo Wirtz (51) fordert eine erweiterte Mietpreisbremse.  © Eric Münch

Aktuell gibt es in Dresden lediglich eine "Kappungsgrenze" von 15 Prozent bei bestehenden Mietverhältnissen.

Maximal 15 Prozent dürfen, bezogen auf die Vergleichsmiete als Obergrenze, innerhalb von drei Jahren aufgeschlagen werden.

Kommt der Linken-Antrag durch den Rat, muss sich OB Dirk Hilbert (47, FDP) auf Landesebene dafür einsetzen, dass Dresden als Gebiet mit einem angespannten Wohnungsmarkt bewertet wird. In diesen Regionen darf die Miete zu Beginn eines Mietverhältnisses die ortsübliche Vergleichsmiete höchstens um zehn Prozent übersteigen.

Aktuell ist dies ungeregelt. Kaltmieten deutlich über zehn Euro sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. "Die Mieten sind bereits spekulativ verzerrt. Dem müssen wir Einhalt gebieten", so Linken-Bauexperte Tilo Wirtz (51).

Im Ausschuss für Soziales und Wohnen fand der Antrag bereits eine knappe Mehrheit. Das letzte Wort hat der Rat.

Aktuell gibt es für neu vermietete Wohnungen keine Miet-Obergrenze.
Aktuell gibt es für neu vermietete Wohnungen keine Miet-Obergrenze.  © Ove Landgraf

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0