Millionen-Verlust droht! DVB-Boss warnt vorm 1-Euro-Ticket

Dresden - Nach langem Schweigen äußern sich nun die Verkehrsbetriebe zum geplanten Billig-Fahrschein.

Dresden streitet über ein Billig-Ticket für die Verkehrsbetriebe
Dresden streitet über ein Billig-Ticket für die Verkehrsbetriebe  © Norbert Neumann

Rückblick: Die CDU fordert in ihrem Wahlprogramm eine 365 Euro teure Jahreskarte für den Dresdner ÖPNV. Die Linke kaperte diese Idee und will bereits im kommenden Stadtrat eine Richtungsentscheidung fällen.

Im Bauausschuss äußerte sich DVB-Boss Andreas Hemmersbach (50). Seine größten Sorgen: Durch das Billig-Ticket gehen den DVB bis zu 32 Millionen Euro an Einnahmen verloren. Zudem quellen Busse und Bahnen bereits jetzt über. Zehn Millionen neue Fahrgäste "drohen". "Priorität hat der Angebotsausbau. Die aktuellen Preise werden akzeptiert", so Hemmersbach.

Der Bauausschuss verwarf den 1-Euro-Plan dennoch nicht komplett. Auf Antrag der Grünen wurde einem geänderten Antrag zugestimmt. Demnach soll das Billig-Ticket nicht sofort beschlossen, sondern umfangreich durch Expertenanhörung geprüft werden. Zudem ist jetzt ein 15-Euro-Bildungsticket (pro Monat, jedoch nur für Schüler und Azubis) in der Debatte.

"Wir dürfen kein Geld verbrennen. Faktisch sorgt ein Billig-Ticket zudem dafür, dass Radfahrer zu Bahnfahrern werden. Das ist ökologisch Unsinn", so der Grünen-Verkehrsexperte Johannes Lichdi (55). Das letzte Wort hat nun der Rat.

Titelfoto: Norbert Neumann

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