Mini-Biker Lennox ist ein großer Rennfahrer





Stolz zeigt Lennox (11) Honda, Helm und Lederkluft. Drauf stehen seine 
Sponsoren, unter anderem das ADAC Team Sachsen, Syko Metallbau, Gruma 
Automobile, B2BA Streetwear Clothing.
Stolz zeigt Lennox (11) Honda, Helm und Lederkluft. Drauf stehen seine Sponsoren, unter anderem das ADAC Team Sachsen, Syko Metallbau, Gruma Automobile, B2BA Streetwear Clothing.  © Eric Münch

Dresden - Er ist der schnellste Junge Dresdens: Lennox Lehmann (11) bringt es auf Tempo 130! Mit seinem Mini-Bike Honda NSF 100 rast er über die Rennstrecken. Sein Ziel: „So erfolgreich sein wie Weltmeister Valentino Rossi.“

Rossis Markenzeichen: Die Startnummer 46, übernommen von seinen Vater Graziano. Lennox geht in dieser Saison mit der Nummer 10 an den Start.

Und er ist auch der erste und einzige in der Familie, der Benzin im Blut hat. „Mit sieben Jahren war Lennox bei einem Schnuppertag für Kinder.

Er stieg auf ein Pocket-Bike und war sofort Feuer und Flamme“, erzählt Vater Tobias (38). Behutsam haben die beiden Männer das gefährliche Hobby Mutter Manja (40) untergejubelt.

„Lennox brennt für seinen Sport. Dürfte er nicht mehr fahren, würde es ihm das Herz brechen“, weiß die Mama.

Aber sie gesteht auch ihre Angst: „Ich bin nie bei einem Rennen dabei, weil ich nicht zuschauen kann.“





Wie ein echter Rennprofi - mit der Startnummer 10 legt sich Lennox Lehmann 
(11) in die Kurve. Sein „Rennstall“: Der AMC Sachsenring.
Wie ein echter Rennprofi - mit der Startnummer 10 legt sich Lennox Lehmann (11) in die Kurve. Sein „Rennstall“: Der AMC Sachsenring.

„Dabei ich bin gut gesichert“, sagt Lennox. Unter der dicken Lederkombi trägt er einen Hitzeschutz, Protektoren für Rücken und Brust. Der Vollhelm wird vor jedem Start geprüft.

„Wie auch die Maschine. Der Motor ist verplombt. Jeder Rennfahrer hat im Prinzip die gleiche Maschine. Es geht ums Fahren, nicht um eine Materialschlacht“, weiß Vater Tobias. „Und ich kann gut fahren“, sagt Lennox selbstbewusst. „Ich habe auch ein eigenes Trainingsprogramm für meine Fitness.“

Über 50 Pokale stehen im Kinderzimmer des Sechstklässlers, drei Bikes in der Garage. In der Rangliste steht Lennox auf Platz 2. „Diese Position will ich beim Rennen am Sonntag auf dem Sachsenring verteidigen.“

Die ganze Familie fiebert mit Lennox, finanziert sein 6000 Euro teures Rennmotorrad: „In der Saison sind wir fast jedes Wochenende unterwegs.“

Da muss Lennox oft die Hausaufgaben im Auto machen. „Latein auf der Autobahn lernen“, Lennox verdreht die Augen. Aber er weiß: Auf die Maschine darf er nur, wenn er auch in der Schule Gas gibt...


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