"Mission Lifeline"-Kapitän wirbt für mehr Menschlichkeit

Dresden - Migranten in Seenot retten - das ist für "Lifeline"-Kapitän Claus-Peter Reisch (57) eine Herzensangelegenheit.

Claus-Peter Reisch war am Samstag in Dresden.
Claus-Peter Reisch war am Samstag in Dresden.  © DPA

Bei einer Kundgebung in Dresden warb der Kapitän des zivilen Rettungsschiffs am Samstag für die Seenotrettung.

"Man versucht mit allen Mitteln, die Seenotrettung von privaten Organisationen wie Mission Lifeline zu unterbinden", sagte Reisch vor rund 80 Menschen auf der Kundgebung der Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline" und der Initiative "Weltoffenes Loschwitz". Damit nehme man billigend in Kauf, dass Menschen auf der Flucht sterben.

Reisch und sein Team sollen mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2019 ausgezeichnet werden.

Das Rettungsschiff saß im vergangenen Sommer fast eine Woche auf dem Mittelmeer fest, nachdem es rund 230 Migranten vor Libyen gerettet hatte. Reisch wurde in Malta angeklagt.

Solange der Prozess läuft, bleibt das Schiff beschlagnahmt.

"Lifeline"-Kapitän Claus-Peter Reisch (57) sprach sich am Samstag in Dresden für die Seenotrettung aus.
"Lifeline"-Kapitän Claus-Peter Reisch (57) sprach sich am Samstag in Dresden für die Seenotrettung aus.  © DPA

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