Monarchs-Coach Däuber: "Mannschaft hat mich gerettet"

Dresden - Selten war Ulrich Däuber so gezeichnet, so geschafft wie nach dem 20:14 seiner Dresden Monarchs gegen die Berlin Rebels.

Hier hält Cheikhou Sow von den Monarchs das Heimrecht fürs Viertelfinale fest in den Händen. Da er den dritten Touchdown holte, gewann die Dresdner.
Hier hält Cheikhou Sow von den Monarchs das Heimrecht fürs Viertelfinale fest in den Händen. Da er den dritten Touchdown holte, gewann die Dresdner.  © Lutz Hentschel

Mehrfach atmete der Coach tief durch, wohl wissend, dass sein Team mit Ach und Krach das ersehnte Viertelfinal-Heimrecht gegen die Marburg Mercenaries geholt hatte.

"Das war knapp und ein gutes Training für die Playoffs", meinte Däuber: "Unsere Defensive war wieder sehr gut, vorn hätten wir aber mehr scoren müssen."

Nur drei Touchdowns (Mike Schallo, Jordan Bouah, Cheikhou Sow) gelangen, dazu zwei Zusatzpunkte (Florian Finke).

Der Trainer gab aber auch einen eigenen Fehler zu. "Wie hatten beim Stand von 20:14 die Möglichkeit zu einem Field Goal. Ich habe den vierten Versuch aber ausspielen lassen, der Offense vertraut, dass sie einen Touchdown holt. Eine falsche Entscheidung von mir."

Die im letzten Drive der Gäste beinahe ins Auge gegangen wäre, denn die Rebels waren ganz nahe dran an einem Endzonendurchbruch.

"Die Mannschaft hat mich gerettet", meinte Däuber sichtlich erleichtert.

Hier feiert Abwehrboss A.J. Wentland (v.) noch, aber im Viertelfinale könnte er gesperrt sein.
Hier feiert Abwehrboss A.J. Wentland (v.) noch, aber im Viertelfinale könnte er gesperrt sein.  © Lutz Hentschel

In dreizehn Tagen steigt das Halbfinalduell mit Marburg, am Donnerstag beginnt die Vorbereitung.

Dabei muss vor allem eine Frage geklärt werden: Wie kann der Ausfall von Abwehrboss A.J. Wentland (nach Platzverweis höchstwahrscheinlich gesperrt) kompensiert werden?

Einfach wird das nicht. Denn ohne Wentland offenbarte die königliche Deckung, die bislang ihre beste Saison aller Zeiten gespielt hat, gegen die Rebels plötzlich große Lücken.

Defense-Coach Thomas Stantke: "Wir müssen und werden eine Lösung finden. Marburg ist sehr stark im Passspiel, da muss unsere Abwehr stehen."

Aber auch in der Offense muss was passieren. Gegen Berlin ließ die nicht nur einen Fumble-Recovery-Touchdown zu, sondern erneut viele Möglichkeiten liegen.

Stantke: "Wir hatten mehrere Interceptions, daraus hätten wir mehr Kapital schlagen müssen."

Die Ansagen von Headcoach Ulrich Däuber (h.l.) und Defense Coordinator Thomas Stantke haben gefruchtet.
Die Ansagen von Headcoach Ulrich Däuber (h.l.) und Defense Coordinator Thomas Stantke haben gefruchtet.  © Lutz Hentschel

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