Schelle für Seidel! Nächste Runde in der Ohrfeigen-Affäre

Ob Ex-Stadträtin Monika Aigner (65) für ihre Attacke auf Martin Seidel (42) Ärger bekommt, muss die Justiz entscheiden.

Martin Seidel (42) will Anzeigen wegen der Ohrfeige erstatten.
Martin Seidel (42) will Anzeigen wegen der Ohrfeige erstatten.  © Steffen Füssel

Doch auch für Jens Genschmar (49, FDP), Barbara Lässig (61, FDP) und Angela Malberg (66, CDU) könnte der Schlag Konsequenzen haben. Alle drei hatten die Tat im Netz bejubelt.

Die Mehrheit der Mitglieder hatte Genschmar bereits aufgefordert, die Partei zu verlassen. Lässig sollte zuletzt am 19. Juni Stellung zum Engagement gegen einen VHS-Kurs nehmen.

Nun knirscht es wieder: Beide bekamen Post, sollen bis zum 27. Juli erklären, ob sie Gewalt gegen Seidel wirklich gutheißen. Genschmar hatte Aigner dafür gelobt. Lässig unter Pseudonym auf die Frage, ob sie körperliche Gewalt rechtfertigt, gepostet: "In diesem Fall JA".

Die FDP schäumt: "Die Form, in der das Verhalten von Frau Aigner in den Teilen der sozialen Netzwerken goutiert wird, offenbart einen politischen Stil, der nicht unserer demokratischen Streitkultur entspricht", so FDP-Vize Carsten Biesok (49). "Wir haben beide um Stellungnahme gebeten, entscheiden dann, ob wir ein Parteiordnungsverfahren einleiten."

Ähnlich bei CDU-Stadträtin Malberg: "Wir distanzieren uns in jeder Form von Gewalt", sagt Sprecher Johannes Preißiger (32). "Auf Partei-Ebene wird es zu diesem Thema noch Gespräche geben!"

Ex-Stadträtin Monika Aigner (65) gibt den Schlag offen zu.
Ex-Stadträtin Monika Aigner (65) gibt den Schlag offen zu.  © Thomas Türpe
Mit diesem Brief fordert die FDP eine Stellungnahme von Genschmar und Lässig.
Mit diesem Brief fordert die FDP eine Stellungnahme von Genschmar und Lässig.  © Screenshot

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