Nach Ärger mit der Kranklenkasse: Rolli-Fahrerin besteht Idiotentest

Dresden - Die AOK bezweifelt die Fahrtauglichkeit von Monika Zabel (56), lehnte darum den Antrag der Schwerbehinderten auf einen neuen E-Rollstuhl ab (TAG24 berichtete).

Monika Zabel (56) vorm Absolvieren der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) beim TÜV Süd am Wiener Platz.
Monika Zabel (56) vorm Absolvieren der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) beim TÜV Süd am Wiener Platz.  © Norbert Neumann

Zum geforderten "Idiotentest" (MPU) auf eigene Kosten, um doch ihre Fahrtauglichkeit nachzuweisen, trat die Dresdnerin Donnerstag an.

Vier Stunden lang (mit Wartezeit) war die schwer lungenkranke und an Knochenschwund leidende Frau beim TÜV Süd am Wiener Platz. Sie durchlief Zeichen-Tests am Computer, sollte einem Psychologen Verkehrszeichen nennen, eine Ärztin prüfte ihre Gelenke mit einem Reflexhammer.

Am Ende herrschte Klarheit: "Ich habe bestanden", sagte Monika Zabel erfreut. "Die Tester hatten nichts zu beanstanden." Eine weitere anwesende Person: "Sie hat alle Tests gut absolviert. Der Gutachter will ihr nun ein positives Gutachten ausstellen."

Das wird dann die AOK erhalten, die den Fall aktuell in einem Widerspruchsverfahren prüft. "Ein positives Eignungsgutachten findet dabei selbstverständlich Berücksichtigung", so eine Sprecherin.


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