Sportkameraden trauern um Opfer des betrunkenen Rasers

Der beliebte Vereinssportler René Q. (†45) wurde von einem Betrunkenen tot gefahren.
Der beliebte Vereinssportler René Q. (†45) wurde von einem Betrunkenen tot gefahren.

Dresden - Betrunkener rast Roller-Fahrer tot: Das Unglück in der Nacht zum Montag (TAG24 berichtete) bewegt ganz Dresden. Besonders erschüttert sind die Mitglieder des Sportvereins VfB90 Dresden. Opfer René Q. (†45) war ihr Freund und Vereinskollege, saß auch im Vorstand. Der Schock sitzt tief.

René Q. war auf dem Weg zur Nachtschicht in einer Spedition, als ihn das tödliche Schicksal ereilte. VfB-Sprecher Andreas Kramer (43) erschüttert: "Wenn es einen ganz lieben Menschen so plötzlich, so schuldlos und so brutal aus dem Leben reißt, ist man einfach nur traurig, fassungslos und auch wütend – man bleibt einfach auch ein Stück ratlos zurück."

170 Mitglieder hat der Sportverein im Dresdner Westen, hier kennt jeder jeden. René war schon fünf Jahre dabei, leitete die Abteilung Billard.

"Das spielte er mit Leidenschaft, das war sein Leben", sagt Kramer. "Entweder war er Arbeiten oder er hat Billard gespielt." Sportlich hatte er viel vor, engagierte sich dafür das noch recht unbekannte, erst 2014 erfundene "Eurokegeln" zu etablieren. "Teddy" nannten ihn seine Vorstandskollegen - wegen seiner Statur, aber auch, weil er so nett war. "Er hatte immer gute Laune, war sonst eher ein Stiller und immer zur Stelle, wenn man ihn brauchte", so Kramer. "Wenn wir Vereinsturnier hatten, stand er immer am Grill."

Aus Trauer färbte der Verein seine Seite ab gestern für drei Tage auf schwarz-weiß, heute setzen sich die Mitglieder zusammen, um zu beraten, wie es weitergehen soll. Wenn Hilfe beim Ausräumen der Wohnung gebraucht wird, wollen alle mit Anpacken. René Q. hinterlässt auch zwei Kinder, die jedoch nicht mehr bei ihm lebten.

An der Unfallstelle im Zellenschen Weg legten Freunde Blumen und Kerzen ab.
An der Unfallstelle im Zellenschen Weg legten Freunde Blumen und Kerzen ab.  © Eric Münch

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