Es war Mord! Asylbewerber muss lebenslang hinter Gitter

Dresden - Lebenslange Haft für Shahjahan B. (30) wegen Mordes.

Thu T. († 41) starb sowohl an Erstickung als auch an den inneren Blutungen.
Thu T. († 41) starb sowohl an Erstickung als auch an den inneren Blutungen.

So lautet das Urteil aus dem Landgericht Dresden, welches jetzt gesprochen wurde. Der Asylbewerber aus Pakistan hatte im April 2017 seine Freundin, die Imbiss-Besitzerin Thu T. († 41) in ihrer Wohnung an der Alaunstraße in Dresden getötet.

Laut Anklage stach Shahjahan sieben Mal "wuchtig" mit einem Küchenmesser (20 cm Klingenlänge) zu. Nach dem ersten Stich wurde das Opfer noch mit dem Kabel eines Bügeleisens gefesselt. Außerdem wickelte der Täter Panzer-Tape um den Kopf von Thu T.

Die Frau starb sowohl an Erstickung als auch an den inneren Blutungen. Die Tat war so brutal begangen worden, dass selbst Kriminaltechniker und Gerichtsmedizin nicht mehr genau rekonstruieren konnten, wie es genau ablief.

Nach dem Tod von Thu floh Shahjahan aus Dresden. Sein Handy wurde aber geortet, als er von Österreich aus in seinen Facebook-Account ging. Gefasst wurde der Flüchtige drei Tage später im Zug nach Italien.

Laut Staatsanwalt wurde Pakistaner aus Eifersucht zum Täter. Im Prozess gab Shahjahan B. zu, er habe Thu T. sehr geliebt, "aber sie wandte sich auch anderen Männern zu". In jener Nacht sei der Streit darüber eskaliert. Dagegen sagte eine Freundin des Opfers aus, Shahjahan habe sogar angekündigt, Thu umzubringen, falls sie ihn verlässt.

Seit April verhandelte das Schwurgericht den Fall. Am Ende hatte der Staatsanwalt lebenslänglich wegen Mordes, der Verteidiger maximal zwölf Jahre wegen Totschlages gefordert. Das Gericht folgte dem Staatsanwalt. Ob der Asylbewerber die Haft in Deutschland absitzen soll oder sofort abgeschoben wird, muss nun geprüft werden.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0