Sachse malt die Abrafaxe: Mosaik inzwischen erfolgreicher als Micky Maus

Dresden – Seit Jahrzehnten erkunden die Abrafaxe im "Mosaik" die Welt, sind bis heute Kult geblieben und haben sogar Micky Maus abgehängt! Ein Sachse wirkt selbst am bundesweit meistverkauften Comic mit, bringt die Figuren aufs Papier.

Der Sachse Ulrich Nitzsche (55) zeichnet in Berlin beim Verlag "Mosaik Steinchen für Steinchen" die Abrafaxe mit.
Der Sachse Ulrich Nitzsche (55) zeichnet in Berlin beim Verlag "Mosaik Steinchen für Steinchen" die Abrafaxe mit.  © Christian Kielmann

Mit den Digedags startete 1955 im Osten die "Mosaik"-Erfolgsgeschichte. Seit 1976 übernahmen die Abrafaxe. Mit einer Auflage von über 70 .000 Comic-Heften zog "Mosaik" vergangenen Winter sogar am alten West-Konkurrenten Micky Maus (64. 500 Hefte) vorbei. Seit 1991 haucht der Berliner Verlag "Mosaik Steinchen für Steinchen" Abrax, Brabax und Califax Leben ein.

Mittendrin der gebürtige Pirnaer Ulrich Nitzsche (55): Aufgewachsen in Lohmen (Sächsische Schweiz), ließ er sich zum Trickfilmzeichner ausbilden, arbeitet seit 2006 als Abrafaxe-Zeichner: "Für mich ist das wie die Rückkehr zur Kindheit, als ich jedem ,Mosaik'-Comic hinterherjagte. Lesen ist aber einfach als Zeichnen", schmunzelt er. "Ich mag es, dass wir noch auf Karton zeichnen, nicht am Computer. Dafür nutzen wir Bleistift, Pinsel und Tusche."

In seinem Spandauer Team mit sieben Kollegen zeichnet Nitzsche vor allem Nebenfiguren wie den treuen Begleiter "Clarus", verleiht den Charakteren immer die passenden Posen - auch für die aktuelle Sonderausgabe (siehe unten)! Und regelmäßig besucht der Sachse seine Heimat. Und bringt "Mosaiks" für die Verwandtschaft mit.

Mosaik-Sonderausgabe in der Morgenpost am Sonntag

Der Leipziger Abrafaxe-Fan Thomas Wilde (59) hat sich wegen der "Mosaik"-Sonderbeilage schon fünf Exemplare der Morgenpost am Sonntag vorbestellt.
Der Leipziger Abrafaxe-Fan Thomas Wilde (59) hat sich wegen der "Mosaik"-Sonderbeilage schon fünf Exemplare der Morgenpost am Sonntag vorbestellt.  © Ralf Seegers

Aufgepasst! In der Morgenpost am Sonntag legen wir Ihnen das aktuelle "Mosaik"-Heft 512 (52 Seiten; regulär 2,80 Euro) bei - kostenfrei!

Das Besondere: Die Ausgabe enthält ein anderes Cover als die gewöhnliche Ausgabe (Inhalt entspricht regulärem Heft).

"Bei Sammlern sind solche Hefte besonders begehrt, da sie anders aussehen und sie nicht jeder hat. Ich habe mir bereits fünf Zeitungen vorbestellt", sagt Thomas Wilde (59). Der Leipziger gehört zu den größten "Mosaik"-Fans im Freistaat, besitzt alle Comics und Bücher. Seine Fanartikel füllen zwei Zimmer.

Außerdem organisiert er das Fantreffen "Comicgarten" in Leipzig mit (1. September in der Gartengaststätte Siegismund, Eintritt frei). Das "Mosaik"-Comic liegt allen am Sonntag erscheinenden Ausgaben der Morgenpost am Sonntag bei. Die Zeitung kostet wie gewohnt 1,40 Euro.

Ein Heft, zwei Cover. Das linke erscheint in der Morgenpost am Sonntag.
Ein Heft, zwei Cover. Das linke erscheint in der Morgenpost am Sonntag.  © Christian Kielmann

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