Urteil gegen Dresdner Moschee-Bomber rechtskräftig! BGH lehnt Revision ab

Dresden - Kein neuer Prozess oder gar Strafmilderung für "Moschee-Bomber" Nino K. (32). Der Bundesgerichtshof (BGH) wies jetzt die geforderte Revision des Anlagenmonteurs als unbegründet zurück.

Der Bomber hatte im September 2016 einen Sprengstoffanschlag auf die Faith Camii Moschee in Dresden verübt.
Der Bomber hatte im September 2016 einen Sprengstoffanschlag auf die Faith Camii Moschee in Dresden verübt.  © dpa/Sebastian Kahnert

Damit ist das Urteil des Landgerichtes Dresden rechtskräftig. Im September 2018 wurde er zu neun Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Seine Tat machte bundesweit Schlagzeilen. Im September 2016 hatte Nino K. an der Fatih Camii Moschee in Dresden-Cotta drei selbst gebastelte Rohrbomben hochgehen lassen.

In der Moschee waren seinerzeit der Imam, seine Familie. Die Tür ging in Flammen auf, verletzt wurde zum Glück niemand, die Splitter flogen bis ins Nachbargrundstück. Kurz danach detonierte ein von ihm platzierter Sprengsatz auf dem Dach des ICC.

Im Prozess hatte Nino K. ein Teilgeständnis abgelegt, sagte, er habe ein Zeichen setzen, aber niemanden töten wollen. Das Gericht aber war überzeugt davon, dass Nino K., der auch schon Pegida-Redner war, aus politischen, rassistischen und insbesondere islamfeindlichen Motiven gehandelt hatte.

Gegen das Urteil wegen versuchten Mordes, versuchter schwerer Brandstiftung und vorsätzlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion zog der Dresdner vor den BGH in Leipzig. Doch der 5. Strafsenat verwarf jetzt seine Revision.

Der Moschee-Bomber Nino K. im Mai 2018 vor dem Dresden Landgericht.
Der Moschee-Bomber Nino K. im Mai 2018 vor dem Dresden Landgericht.  © Holm Helis

Mehr zum Thema Dresden Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0