Goldesel DREWAG: So macht ein Münchner Unternehmen mit Dresden Kasse

Dresden - Die DREWAG ist aktuell zu 90 Prozent in kommunaler Hand. 10 Prozent der Anteile hält das Energieunternehmen Thüga mit Sitz in München.

Will die DREWAG zu 100 Prozent in kommunaler Hand: Linke-Chef André Schollbach (40).
Will die DREWAG zu 100 Prozent in kommunaler Hand: Linke-Chef André Schollbach (40).  © Norbert Neumann

Trotz der Minibeteiligung ein riesiges Geschäft - für die Firma: Die hatte die Anteile für geschätzt 18 Millionen Euro gekauft - aber in den vergangenen 22 Jahren schon 125 Millionen Euro Gewinn gemacht. Dem will die Linke in Dresden ein Ende setzen.

Zum 1. Januar 2020 kann Dresden die Anteile zurückkaufen, falls bis 30. Juni 2019 eine entsprechende Option gezogen wird. Der Kaufpreis wird nach einer Wertermittlung durch Gutachter feststehen. Diese läuft aktuell.

Aus Sicht der Linken sollten die Anteile unbedingt gekauft werden. "Jedes Jahr fließt ein dicker Millionenbetrag aus Dresden weg. Die Thüga vergoldet sich ihren kleinen Minderheitenanteil. Das muss ein Ende haben", so Linke-Chef André Schollbach (40).

Zuletzt 2013 hatte der Rat die Möglichkeit zum Rückkauf. Die CDU-geführte Ratsmehrheit lehnte eine Einmalzahlung von zehn Millionen Euro an die Thüga ab - seither flossen jedoch 39 Millionen Euro von der DREWAG nach München.

Zehn Prozent der DREWAG gehören noch immer der Thüga mit Sitz in München.
Zehn Prozent der DREWAG gehören noch immer der Thüga mit Sitz in München.  © DREWAG

Mehr zum Thema Dresden Wirtschaft:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0