Müssen Dresdner in die Platte im Umland ziehen?

Dresden - Dresden wächst.

Bernd Siemer ist Referent für Bodenschutz beim Landesamt für Umwelt.
Bernd Siemer ist Referent für Bodenschutz beim Landesamt für Umwelt.  © Ove Landgraf

Das zeigt sich nicht nur an den steigenden Einwohnerzahlen, sondern auch an der Fläche, die mit Gebäuden und Straßen bebaut ist.

Die ist von 2012 bis 2018 um 489 Hektar gewachsen - das sind mehr als 684 Fußballfelder. Weil der Platz jedoch endlich ist, braucht es neue Konzepte.

Über die wurde zuletzt beim Umweltgespräch im Rathaus diskutiert. "Das Reinziehen in die Innenstadt ist das Rezept, um die Flächeninanspruchnahme außen zu verhindern", erklärte Stefan Szuggat, Leiter des Stadtplanungsamts.

Bernd Siemer vom Landesamt für Umwelt wies jedoch darauf hin, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Menschen bauen im Umland und fahren dann mit dem Auto wieder in die Stadt.

Eine Möglichkeit, viel Wohnraum auf wenig Fläche zu schaffen, sind für Siemer Plattenbauten.

Er plädierte deshalb dafür, vorhandene Platten im Umland zu revitalisieren und als sozialen Wohnungsbau zu nutzen. "Wir müssen nicht immer alles neu bauen."

Sozialer Wohnungsbau in alten Platten soll helfen, Flächen zu sparen.
Sozialer Wohnungsbau in alten Platten soll helfen, Flächen zu sparen.  © Steffen Füssel

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