High-Tech-Aufrüstung! So modern wird die Dresdner Festung

Bis zu 50.000 Besucher kamen jährlich. Die neue Ausstellung an so exponierter 
Stelle soll noch mehr Besucher ziehen.
Bis zu 50.000 Besucher kamen jährlich. Die neue Ausstellung an so exponierter Stelle soll noch mehr Besucher ziehen.  © Holm Helis

Dresden - Die Dresdner Festung unter der Brühlschen Terrasse ist für viele immer noch ein Geheimtipp. Das dürfte bald anders werden:

Im Herzen der Altstadt entsteht in den nächsten zwei Jahren unter dem Namen „Feste. Dramen. Katastrophen - so nah wie nie“ eine der modernsten Multimedia-Ausstellungen der Stadt.

Sie alle werden wieder lebendig: Ob Kurfürst Moritz (1521-1553), der Initiator der Festungswerke, oder Johann Friedrich Böttcher (1682-1719), der unter dem „Balkon Europas“ das europäische Porzellan erfand, oder der Räuber Lips Tullian (1715 enthauptet), der hier in Haft saß - unter dem Motto „Was wäre, wenn die Räume sprechen könnten“ wird die Festung zu einem rund einen Kilometer langen Erlebnisrundgang durch die Geschichte und die Geschichtchen der einstigen Stadtfestung ausgebaut.

„Wir arbeiten mit den fünf Sinnen und machen die Geschichte zum Erlebnis“, so Kurator Dirk Welich (50).

Kurator Dirk Welich (50) will den Festungsbesuch zu einem Erlebnis machen, 
wie er sagt.
Kurator Dirk Welich (50) will den Festungsbesuch zu einem Erlebnis machen, wie er sagt.  © Holm Helis

Außer dem Einsatz von Licht, Klang oder filmischen Wand- und Deckenprojektionen wird es beispielsweise in der geplanten Wachstube der Soldaten auch entsprechend riechen.

Ausschnitte aus alten Filmen sowie virtuelle Schauspieler beleben die Show. Möglich wird das durch den Einsatz eines modernen Audiosystems, das jeder Besucher am Eingang der barrierefreien Exposition erhält (Eintritt: 10 Euro).

„Die Kosten für die Ausstellung gehen in den siebenstelligen Bereich“, so Schlösserlandchef Christian Striefler (54).

Bevor die Erlebnisshow installiert wird, werden die Hochwasserschäden und die -prävention vom SIB durchgeführt (Kosten: 2,2 Millionen Euro).

Derzeit werden die Serviceräume und Toiletten direkt unter die Brühlsche Terrasse verlegt, weshalb diese bis zum Sommer teilweise gesperrt ist.





In den 1990er Jahren legten die Mitglieder des Dresdner Vereins Brühlsche 
Terrasse e. V. die verschütteten Anlage wieder frei. Bis zum 9. Januar war das 
Museum „Festung Dresden“ geöffnet.
In den 1990er Jahren legten die Mitglieder des Dresdner Vereins Brühlsche Terrasse e. V. die verschütteten Anlage wieder frei. Bis zum 9. Januar war das Museum „Festung Dresden“ geöffnet.  © Holm Helis




In Stein gemeißelt: Festungsinitiator Kurfürst Moritz - hier vom Tod 
gezeichnet - übergibt seinem bruder August das Kurschwert.
In Stein gemeißelt: Festungsinitiator Kurfürst Moritz - hier vom Tod gezeichnet - übergibt seinem bruder August das Kurschwert.  © Holm Helis

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