Nach 70 Jahren Tradition: Bäckerei Eisold meldet Insolvenz an!

Radeberg/Dresden - Das Bäckerei-Sterben bedroht jetzt auch die ganz großen Namen: Die bekannte Traditionsbäckerei "Eisold" mit Sitz in Radeberg und 17 Filialen in Dresden und Umgebung musste Insolvenz beantragen. Zum Familienunternehmen gehören auch das Café Toskana am Blauen Wunder. Jetzt versucht ein Insolvenzverwalter, das Unternehmen zu retten.

In den Backstuben der Bäckerei Eisold war immer viel zu tun. Jetzt droht trotzdem das Aus.
In den Backstuben der Bäckerei Eisold war immer viel zu tun. Jetzt droht trotzdem das Aus.  © PR

Schon fast ein Viertel aller sächsischen Bäckereien und Fleischereien musste in den letzten zehn Jahren schließen. Trotz großer Bekanntheit und Jahrzehntelanger Tradition (1953 gegründet, vier Generationen) geriet jetzt auch die Familienbäckerei und -konditorei Eisold in Not.

"Im Zuge hoher Finanzierungs- und Mietkosten sowie Umsatzeinbußen infolge hohen Wettbewerbsdrucks an einzelnen Standorten konnte das Unternehmen zuletzt nicht mehr kostendeckend arbeiten und geriet in wirtschaftliche Schieflage", teilte eine Sprecherin des vorläufigen Insolvenzverwalters Christian Heintze mit.

Die 174 Mitarbeiter wurden bereits informiert, müssen um ihre Jobs bangen. Sie sind in den 17 Filialen und vier eigenen Gastro-Betrieben der Firma beschäftigt.

Eisold betreibt 17 Filialen. Hier eine im Karstadt Dresden.
Eisold betreibt 17 Filialen. Hier eine im Karstadt Dresden.  © Eric Münch

Darunter auch das Café Toscana am Schillerplatz sowie das Schwarzmarktcafé an der Hauptstraße. Durch das Insolvenzgeld (kommt von der Bundesagentur für Arbeit) sind die Löhne für drei Monate gesichert.

Auch Kunden werden weiter bedient. "Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt. Die Bäckerei und Konditorei Eisold ist ein Traditionsunternehmen mit exzellentem Ruf und treuer Kundschaft. Das ist eine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Sanierung“, so Heintze.

„In den kommenden Wochen werden wir Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten aufnehmen und einen Plan zur Neuaufstellung des Unternehmens erarbeiten.“

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