Nach Ärger ums Gedenken: Jüdische Frau setzt sich für AfD-Kränze ein

Dresden - Erneuter Eklat bei der Kranzniederlegung an der Dresdner Synagoge. Zum wiederholten Mal wollten Unbekannte die Gestecke der AfD-Fraktion zertrampeln und wegwerfen. Doch aktuell stellte sich eine Jüdin schützend vor die Kränze.

Neben der Synagoge legte auch die AfD-Fraktion ein Gebinde ab. Das lag gestern noch immer, allerdings war der AfD-Schriftzug umgeknickt.
Neben der Synagoge legte auch die AfD-Fraktion ein Gebinde ab. Das lag gestern noch immer, allerdings war der AfD-Schriftzug umgeknickt.  © Thomas Türpe

Eingeladen zu der Kranzniederlegung im Gedenken an die Reichspogromnacht hatte OB Dirk Hilbert (48, FDP).

Neben allen anderen Fraktionen war auch die AfD eingeladen und mit zwei Räten vor Ort. Noch während der Zeremonie wollte ein Unbekannter die Kränze wegwerfen.

"Ich habe das verhindert. Nicht einmal die Polizei hat das Recht dazu. Die AfD darf der Toten gedenken, wie jeder andere auch. Wäre die Partei nicht gekommen, wäre auch geschimpft worden", so Elke Preusser-Franke.

Die 77-Jährige ist parteilos und war als Mitglied der Jüdischen Gemeinde Dresden bei der Kranzniederlegung am Sonntag mit vor Ort.

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