Nach Amok-Alarm in Heidenau: So gut sind Sachsens Schulen auf Gewalttäter vorbereitet

Heidenau - Ein kleiner Defekt, riesige Aufregung: Heidenau atmet auf, dass der Amok-Alarm am Dienstag nur ein Irrläufer war. Dennoch ist der Bürgermeister froh, dass nach Auslösen alles nach Plan gelaufen ist (TAG24 berichtete). Doch wie sieht es bei den anderen Schulen in Sachsen aus?

Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz (63,CDU) ist froh, dass alles so glimpflich abgelaufen ist.
Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz (63,CDU) ist froh, dass alles so glimpflich abgelaufen ist.  © Marko Förster

Geheimsache Amok: Damit sich kein Attentäter vorbereiten kann, sind die genauen Pläne nicht öffentlich.

"Seit 2010 haben alle Schulen in Sachsen einen Rahmenplan zum Umgang mit Bedrohungslagen", sagt Dirk Reelfs (57), Sprecher des Kultusministeriums.

Der Plan wurde nur den Schulleitern zugestellt. Daraus hat sich wiederum jede Bildungseinrichtung ein eigenes System eingerichtet. "Jede Schule hat technische Vorkehrungen getroffen", so der Sprecher.

"Der Alarm wird auch in regelmäßigen Abständen geprobt. Allerdings hat nicht jede Schule dasselbe Vorgehen, sondern die Pläne sind an die individuellen Gegebenheiten angepasst."

Zum letzten echten Einsatz kam es am 15. Januar in Hohenstein-Ernstthal: Ein psychisch Kranker (30) hatte dort die Schule betreten und Lehrer bedroht. Spezialkräfte nahmen ihn kurz darauf in seiner Wohnung fest (TAG24 berichtete).

Mit einem Großaufgebot waren die Polizisten vor Ort.
Mit einem Großaufgebot waren die Polizisten vor Ort.  © Tino Plunert

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