Nach brutaler Attacke auf Flüchtlinge beim Stadtfest: Anklage erhoben

Dresden - Im Zusammenhang mit den Angriffen auf Flüchtlinge beim Dresdner Stadtfest 2016 hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen zwei Männer erhoben.

Christian L. (29) im November vor Gericht.
Christian L. (29) im November vor Gericht.  © Steffen Füssel

Sie wirft den deutschen Staatsbürgern Christian L. (29) und Rene H. (32) jeweils besonders schweren Landfriedensbruch und Körperverletzung vor. Sie sollen in der Nacht zum 21. August 2016 eine als "Bürgerwehr" bezeichnete Gruppe Rechtsextremer angeführt haben.

Diese attackierten die Afghanen und Iraker auf den Elbwiesen an der Augustusbrücke, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Dabei wurden mindestens neun Flüchtlinge teils erheblich verletzt.

Der 29-Jährige wird zudem des versuchten Mordes beschuldigt, da ein Mann durch einen heftigen Fußtritt schwere Kopfverletzungen erlitt.

Der Angriff war laut Anklage fremdenfeindlich motiviert und überraschend, weshalb den Angaben nach von Heimtücke und niedrigen Beweggründen als Mordmerkmale ausgegangen wird.

Der 29-Jährige sitzt seit Januar in Untersuchungshaft, der 32-Jährige ist seit Dezember 2018 Beschuldigter in einem anderen Strafverfahren bei der Staatsschutzkammer des Landgerichts Dresden und ebenfalls in Untersuchungshaft.

Rene H. (32) am 15. November im Gerichtsgebäude.
Rene H. (32) am 15. November im Gerichtsgebäude.  © Steffen Füssel

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