Nach Morddrohung gegen Ministerin: Droht uns neuer "Rechtsterrorismus"?

Dresden - Die Morddrohungen gegen Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (61, SPD) (TAG24 berichtete) sorgen bundesweit für Entsetzen. Die Linke fordert eine Sondersitzung der Innenministerkonferenz.

Henning Homann (39, SPD) sieht ein deutliches Warnsignal.
Henning Homann (39, SPD) sieht ein deutliches Warnsignal.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsens SPD-Generalsekretär Henning Homann (39) sagte: „Die Morddrohung gegenüber Petra Köpping ist ein erneut deutliches Alarmsignal. Die Gefahr durch rechte Gewalt und Rechtsterrorismus hat in den letzten Monaten deutlich zugenommen."

Er verwies auf den Fall des sächsischen Landesvorsitzenden Martin Dulig (45, SPD), dem die Attrappe eines Sturmgewehrs an die Privatadresse zugestellt worden war.

Auch Köpping selbst meldete sich zu Wort. Sie kenne Bedrohungen und Schmähungen aus ihrer Zeit als Bürgermeisterin und Landrätin, sagte sie: "Aber mittlerweile hat es eine neue Dimension erreicht. Diese Offenheit an Aggression und die spürbare Lust an Gewalt gab es früher nicht."

Köpping hatte TAG24 geschildert: „Gedroht wurde, dass mir die Kehle durchgeschnitten wird."

Integrationsministerin Petra Köpping (61, SPD) bekommt derzeit Personenschutz.
Integrationsministerin Petra Köpping (61, SPD) bekommt derzeit Personenschutz.  © Frank Schmidt
Gleichstellungs- und Integrationsministerin Petra Köpping (61, SPD) auf dem Weg zu einer Lesung in Brandis.
Gleichstellungs- und Integrationsministerin Petra Köpping (61, SPD) auf dem Weg zu einer Lesung in Brandis.  © Frank Schmidt

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