"Nazi-Schwein", "Bullenschweine": Neustadt-Pöbler vor Gericht

Dresden - Tatort Infostand: Weil er den Ex-Landes-Chef der Jungen Alternative (JA) Sachsen als "Nazi-Schwein" betitelt haben soll, muss sich Felix H. (29) nun vor Gericht verantworten. Auch Polizeibeamte soll der Dresdner beleidigt haben.

Dem polizeibekannten Felix H. (29) wird am Amtsgericht der Prozess gemacht.
Dem polizeibekannten Felix H. (29) wird am Amtsgericht der Prozess gemacht.  © Peter Schulze

Die AfD wollte am Alaunpark im August 2018 für ihre Partei werben. Daraufhin hatten mehr als 100 Gegendemonstranten den Stand der Rechtspopulisten eingekreist.

Dort befand sich auch der einstige JA-Landes-Chef Matthias Scholz (29). Der gab vor Gericht an, Felix H. hätte ihn an jenem Tag als "Nazi-Schwein" bezeichnet.

Nicht nur für Lokalpolitiker aus dem rechten Lager, auch für Gesetzeshüter hat Felix H. offenbar wenig übrig: "Bullenschweine verpisst euch" soll er an der Königsbrücker Straße einer Polizeistreife hinterher gerufen haben.

Einen weiteren Ordnungshüter (48) hat er laut Anklage im Rahmen einer Identitätsfeststellung bepöbelt. Der Beamte hatte Felix H. zuvor dabei beobachtet, wie er nahe des Bahnhofs Neustadt die Seitenspiegel zweier Autos demoliert hatte.

Außerdem wird dem polizeibekannten Dresdner vorgeworfen, einem jungen Mann (20) an der Rothenburger Straße eine dicke Lippe verpasst und einen Pflasterstein gegen die Scheibe eines Wohnhauses an der Martin-Luther-Straße geworfen zu haben. Der Prozess wird fortgesetzt.

Matthias Scholz (29) trat als JA-Landes-Chef zurück, weil gegen ihn wegen "Sieg Heil!"-Rufen in einer Cocktailbar ermittelt wurde. Laut Scholz wurde das Verfahren eingestellt.
Matthias Scholz (29) trat als JA-Landes-Chef zurück, weil gegen ihn wegen "Sieg Heil!"-Rufen in einer Cocktailbar ermittelt wurde. Laut Scholz wurde das Verfahren eingestellt.  © xcitepress/ce

Titelfoto: Peter Schulze

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0