Neue Ministerin macht ihren Stuhl frei: AWO-Chefin plötzlich im Landtag

Dresden - So viele Emotionen in der Politik sind selten: Als Simone Lang (48, SPD) hörte, dass sie doch noch in den Landtag einzieht, hat sie eine Nacht durchatmen müssen.

Wieder mit dabei: Simone Lang aus Breitenbrunn rückt in den Landtag nach.
Wieder mit dabei: Simone Lang aus Breitenbrunn rückt in den Landtag nach.  © Norbert Neumann

Lang rückt für Petra Köpping nach. Die 61-Jährige übernimmt das Ministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und gibt ihren Abgeordnetenjob auf.

Damit ist der Weg frei für Simone Lang, die den Wiedereinzug in den Landtag am 1. September extrem knapp verpasste: 0,3 Prozent trennte sie vom begehrten Mandat. Das sind 50 Stimmen pro Wahlkreis, die fehlten!

Lang stand auf Platz elf der Landesliste. Doch bei einem Wahlergebnis von 7,7 Prozent standen den Sozialdemokraten nur zehn Sitze zu.

Zuvor war die gelernte Krankenschwester und Trauertherapeutin aus dem Erzgebirge seit 2014 Fraktionsmitglied. Dass sie nun nachrückt, empfindet sie als "ein Stück Lohn" ihrer bisherigen Parlamentsarbeit.

"Ich kann auf der Basis der ersten fünf Jahre aufbauen", sagte sie. "Ich freue mich ganz, ganz sehr. Ich mache meinen Job im Landtag einfach gern."

Gelangweilt hat sie sich zwischenzeitlich nicht: Lang war Teil des SPD-Sondierungsteams für die "Kenia"-Regierung, begleitete danach die Koalitionsverhandlungen. Gut zu tun hatte sie auch so - als Vorsitzende der AWO Erzgebirge und anderer Verbände.

Titelfoto: Norbert Neumann

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